Die TU Darmstadt steht für exzellente und relevante Wissenschaft. Die tiefgreifenden globalen Veränderungsprozesse – von Energiewende bis zu Künstlicher Intelligenz – gestalten wir durch herausragende Erkenntnisse und zukunftsweisende Studienangebote entscheidend mit. Unsere Spitzenforschung bündeln wir in drei Feldern: Energy and Environment, Information and Intelligence, Matter and Materials. Als eine in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main verankerte und sehr stark international geprägte Universität sehen wir uns den europäischen Werten und der europäischen Integration verpflichtet.
Das Institut für Kernphysik umfasst derzeit 17 Arbeitsgruppen mit ca. 250 Personen, die auf den Gebieten der Kernstrukturphysik, nuklearen Astrophysik, der Relativistischen Schwerionenphysik, der Plasma- und Astroteilchenphysik, der Beschleunigerphysik und verwandten Feldern in Experiment und Theorie arbeiten. Eingebettet in das Forschungsfeld „Materials & Matter“ der TU Darmstadt ist es auf diesem Forschungsgebiet eines der größten seiner Art weltweit und genießt hohes internationales Ansehen. Es besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der GSI – Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung / FAIR GmbH mit Beteiligung am Aufbau zukünftig dort betriebener Forschungsaufbauten. Darüber hinaus sind die Gruppen ebenso an anderen internationalen Forschungseinrichtungen wie auch am institutsinternen supraleitenden Elektronenlinearbeschleuniger S-DALINAC tätig.
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Zentrale Aufgabe der Elektronik-Werkstatt des Instituts ist die Konzeption, Neu- bzw. Weiterentwicklung, der Aufbau sowie die Durchführung der zur Inbetriebnahme erforderlichen Tests von Elektronik für die in den Gruppen eingesetzten Detektor- und Datenaufnahmesysteme, sowie für die Ansteuerung der Magnete und die Hoch- und Niederfrequenzregelung des S-DALINAC. Das Spektrum, in dem Elektronik eingesetzt wird, umfasst u.a. sehr hohe wie sehr niedrige Spannungen, Ströme und elektrische Ladungen, ultraschnelle Schaltvorgänge oder die Mess- und Regelungstechnik vom cw- bis in den GHz-Bereich.
Sie sollen dabei auf Basis der aus den wissenschaftlichen Projekten resultierenden Spezifikationen Elektronik-Module und Schaltungen eigenständig und verantwortlich planen, unter Einsatz einschlägiger Software, wie z.B. SPICE und Derivaten, simulieren und z.B. mit Eagle oder KiCAD in ein Schaltungslayout überführen. Bei der Realisierung der Schaltungen kommen u.a. FPGAs zum Einsatz, deren Programmierung und Vorgabe des strukturellen Aufbaus der Schaltung ebenfalls zum Aufgabenbereich gehören. Weiterhin sollen Sie die benötigten elektronischen Komponenten spezifizieren sowie die Beschaffung realisieren.
Darüber hinaus sollen Sie Verfahren entwickeln, die einen validierenden Test bzw. die Identifikation von Notwendigkeiten zur Anpassung des Layouts und der Arbeitsweise der entwickelten Schaltung unter Einsatz typischer Messtechnik, wie z.B. Oszilloskopen, Logik-Analysatoren, Funktionsgeneratoren und Ähnlichem, zunächst separiert vom, dann integriert in den jeweiligen experimentellen Aufbau erlauben. Vorgaben, Entwicklungsschritte und das Ergebnis sind so zu dokumentieren, dass sie für die weiteren wissenschaftlichen Arbeiten im Institut, aber auch im Sinne des Forschungsdatenmanagements für andere Institutionen reproduzierbar sind.
Als Leitung der Elektronik-Werkstatt gehören die Führungsaufgaben im Hinblick des aus drei Mitarbeitenden bestehenden Teams, insbesondere die Personalangelegenheiten, Maßnahmen des Arbeitsschutzes sowie die Koordination der Bearbeitung der Aufträge zu Ihren wesentlichen verantwortlich und selbständig wahrzunehmenden Aufgaben. Hinzu kommt die Koordination der DGUV-Prüfung, die Wartung und Reparatur der im Institut eingesetzten elektrischen Geräte.
Erforderlich für die Tätigkeit ist ein dem Studium an einer Technischen Universität äquivalenter M.Sc. oder M.Eng. im Bereich der Elektrotechnik, der Elektronik oder Physik sowie eine mindestens fünfjährige Tätigkeit im Bereich der eigenständigen Entwicklung analoger und digitaler Elektronik, vorzugsweise für wissenschaftliche Fragestellungen. Vorausgesetzt werden ebenso erste Erfahrungen in der Leitung eines Teams.
Fachlich erwartet werden darüber hinaus
- eine nachgewiesene Expertise im Entwurf und Layouting von Schaltungen auf Basis von EDA-Software wie z.B. Eagle, KiCAD oder ähnlichem
- Erfahrungen mit SPICE-basierter Simulationssoftware (z. B. LTSpice, NgSpice),
- Erfahrung in der Mikrocontroller-Entwicklung unter Verwendung von STMicroelectronic- und Microchip-Umgebungen.
- Kenntnisse in der FPGA-Entwicklung (VHDL/Verilog, Verwendung von Xilinx/Intel-Toolchains),
- Kenntnisse und Erfahrungen in der Programmierung unter Verwendung von C/C++, Python, Matlab und LABVIEW
- praktische Erfahrung im Einsatz elektrotechnischer Messtechnik (Oszilloskope, Logikanalysatoren, Signalgeneratoren usw.),
- Erfahrung im Umsetzen von Schaltungen für Hochfrequenzanwendungen, sowie
gute Kenntnisse in den Bereichen EMV, Erdung und Abschirmung in sensiblen Umgebungen, Vertrautheit mit Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Dokumentation und ESD-Sicherheitsprotokollen.
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Wünschenswert sind Fachkenntnisse und Erfahrungen im Bereich
- der Mikro-Controller und Embedded Systems,
- der CAD-Integration in mechanische Baugruppen,
- der Datenerfassungssysteme (DAQ) und Trigger-Elektronik für Experimente, sowie
der Instrumentierung für Experimente der Kern- oder Teilchenphysik.
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Persönliche Voraussetzung sind eine ausgeprägte Fähigkeit, mit Personen aus dem administrativ-technischen Bereich, aber auch mit erfahrenen und Nachwuchs-Wissenschaftler:innen zu kommunizieren. Zudem erwarten wir, dass Sie physikalische Problemstellungen schnell erfassen können, im Hinblick auf die Spezifikation einzelner elektronsicher Bauteile bis hin zu komplexen Schaltungen. Neben einer sicheren Beherrschung der deutschen und der englischen Sprache, der Bereitschaft zur Integration in ein internationales, vielschichtiges Umfeld werden eine ausgeprägte Zuverlässigkeit und ein überdurchschnittliches Engagement erwartet.
Die Technische Universität Darmstadt bietet vielfältige und herausfordernde Aufgaben, eigenverantwortliches Arbeiten, aktuelle Technologien, gute kollegiale und partnerschaftliche Zusammenarbeit, bedarfsorientierte Fortbildungsmöglichkeiten und eine individuelle Personalentwicklung.
- Entfaltung und Gestaltung – ein umfassendes internes Weiterbildungsangebot sowie Möglichkeiten der Weiterqualifizierung und Entwicklung
- Urlaub/Bildungsurlaub – 30 Tage Urlaub pro Jahr (bei Vollzeit) und 5 Tage Bildungsurlaub
- Nachhaltig und Mobil – Freifahrtberechtigung im gesamten Regionalverkehr in Hessen durch das LandesTicket Hessen nach den jeweils geltenden tariflichen Bestimmungen sowie mobiles Arbeiten
- Fit und Gesund – kostenlose medizinische Vorsorgeuntersuchungen und umfangreiches vergünstigtes Sportangebot
- Work-Life-Balance – flexible Arbeitszeitmodelle; Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Altersvorsorge – Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes (VBL) nach den jeweils geltenden Bestimmungen
- Dienstrad/Fahrradleasing
- Familienfreundlichkeit/Vereinbarkeit Familie/Pflege/Beruf – Kinderbetreuungsangebote sowie Zahlung einer Kinderzulage (gemäß tariflichen Bestimmungen), Ferienangebote