Die Technische Universität Braunschweig zählt zu den führenden technischen Universitäten in Deutschland und bietet Ihnen als Arbeitgeber eine große Auswahl an modernen, anspruchsvollen und vielseitigen Arbeitsplätzen. Nicht nur im Bereich der Forschung und Lehre, auch in Verwaltung, Technik und Handwerk sorgen ca. 3.800 Beschäftigte dafür, dass unsere Universität ihren Bildungsauftrag für die über 15.000 Studierenden und ca. 100 Auszubildenden in einem breiten Lehr- und Forschungsspektrum mit hervorragender Ausstattung und gleichzeitig persönlicher Atmosphäre erfolgreich erfüllt.
Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine
Studentische Hilfskraft (m/w/d)
(bis zu 40 Stunden monatlich – befristet)
Die Stelle ist befristet für voraussichtlich 3 Monate zu besetzen mit Möglichkeit zur Verlängerung.
Die meisten Raumfahrzeuge im niedrigen Erdorbit (englisch: Low Earth Orbit (LEO)) werden nach der Beendigung ihrer Mission entweder aktiv oder passiv zum Abstürzten gebracht. Beim sogenannten Wiedereintritt tritt der Satellit in dichtere Atmosphärische Schichten ein und wird durch die Luftreibung auf eine sub-orbitale Bahn abgebremst. Während des Wiedereintritts entstehen hohe thermische Lasten, welche bei den meisten Satelliten zu einem Aufbrechen und Zerstören der Struktur sowie Komponenten führt. Während die meisten Strukturteile durch die thermische Beanspruchung komplett verglühen, überleben einige Trümmerteile den Wiedereintritt. Diese in der Atmosphäre frei-fallenden Objekte stellen ein potentzielles Risiko sowohl für Personen am Grund als auch in Flugzeugen dar.
Besonders die Erfassung des Risikos für Flugzeuge während Wiedereintritten ist komplex und kann auf verschiedene Weisen bestimmt werden. Dabei wird eine große Bandbreite an unterschiedlichen Algorithmen verwendet. Je nachdem, welche Algorithmen angewandt werden, ergibt sich ein abweichendes Gefahrenbild. Auf Grundlage dieses Gefahrenbildes werden Maßnahmen zur Sicherung des Flugverkehrs in betroffen Lufträumen eingeführt. Ein Beispiel für solche Maßnahmen sind Luftraumsperrungen, oft als Aircraft Hazard Area (AHA) bezeichnet, welche risikobasiert bestimmt werden. Derartige AHAs haben einen Einfluss auf den Luftverkehr und eine optimale Bestimmung der zu sperrenden Gebiete kann die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen von Flugzeugumleitungen verringern.
Dieses komplexe Zusammenspiel wird am Institut für Raumfahrtsysteme (IRAS) mit einem Fokus auf die Algorithmen zur Bestimmung der Luftraumsperrungen erforscht. Im Rahmen der Forschung sollen mehrere Simulationsframeworks entwickelt und validiert werden. In diesem Zusammenhang geht es im Detail um nachfolgende Teilaufgaben, die durch studentische Hilfskräfte unterstützt werden sollen.
Aufgaben:
- Entwicklung, Implementierung und Dokumentierung von relevanten Algorithmen in verschiedenen Python-basierten Simulationsframeworks
- Literaturrecherche zu ausgewählten Themen im Bereich der Risikoabschätzung am Grund und für Flugzeuge durch Raumfahrtaktivitäten
- Durchführen von Simulationen sowie Auswertung der Ergebnisse.
Voraussetzungen:
- Strukturierte und eigenständige Arbeitsweise
- Grundkenntnisse in Python oder vergleichbaren Programmiersprachen
- Interesse an Forschung im Bereich Space Situational Awareness und Luftverkehrsmanagement
- Grundkenntnisse im Bereich der (gestörten) Bahnmechanik sowie Flugführung von Vorteil.
Benefits:
- eine Vergütung von 15,20 € (im Bachelorstudium) / 15,81 € (im Masterstudium) je Stunde
- Sonderzahlung zum Jahresende
- Interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre mit einem netten und motivierten Team
- Vielfältiges Sportangebot sowie ein lebendiges Campusleben in internationaler Atmosphäre.
Bewerben Sie sich bis zum 21. August 2026.
Bei Rückfragen und wenn Ihr Interesse daran habt, die Raumfahrt etwas sicherer zu machen, kontaktiert bitte (Notenspiegel bei Bewerbung von Vorteil):
Antonio Depardon, E-Mail: antonio.depardon(at)tu-braunschweig.de, Tel.: +49 531 391 9980.
Institut für Raumfahrtsysteme, Hermann-Blenk-Straße 23, 38108 Braunschweig
Weitere Besonderheiten
Wir freuen uns auf Bewerber*innen aller Nationalitäten. Gleichzeitig begrüßen wir das Interesse schwerbehinderter Menschen und bevorzugen deren Bewerbungen bei gleicher Eignung. Bitte weisen Sie bereits bei der Bewerbung darauf hin und fügen Sie einen Nachweis bei. Ferner arbeiten wir basierend auf dem Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz (NGG) an der Erfüllung des Gleichstellungsauftrages und sind bestrebt, in allen Bereichen und Positionen eine Unterrepräsentanz, wie im NGG definiert, abzubauen.
Für die Durchführung des Bewerbungsverfahrens speichern wir personenbezogene Daten. Durch die Zusendung Ihrer Bewerbung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zu Bewerbungszwecken, unter Beachtung der Datenschutzvorschriften, elektronisch gespeichert und verarbeitet werden. Weitere Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung unter https://www.tu-braunschweig.de/datenschutzerklaerung-bewerbungen.
Wir erstatten keine Bewerbungskosten.