In vielen Handwerksbranchen, und so auch im Brunnenbau, gibt es die dreistufige Fortbildung zum Polier. In der ersten Stufe wirst du Vorarbeiter, in der zweiten Stufe Werkpolier, und in der dritten Stufe schließlich Polier. Die Stufen werden immer mit einer Prüfung vor einer Handwerkskammer oder einer IHK abgeschlossen, für alle Prüfungen gibt es Vorbereitungskurse. Möchtest du es bis zum Polier schaffen, solltest du dafür zwischen einem und zwei Jahren einplanen.
Als Brunnenbaumeister hast du deutlich mehr Verantwortung auf deiner Baustelle. Du leitest ein ganzes Bauprojekt, weist die Arbeiter an und überwachst die Fortschritte. Auch im Vorfeld, also bei den Planungen und Entwürfen, bist du einer der Hauptverantwortlichen. Du bestimmst die nötigen Geräte, berechnest die anfallenden Kosten und verteilst die Aufgaben. Dafür musst du die Meisterprüfung bestehen, für die du dich nach deiner abgeschlossenen Ausbildung anmelden darfst.
Nach der Ausbildung zum Brunnenbauer kannst du auch eine Weiterbildung zum Techniker in Angriff nehmen. In der Fachrichtung Bautechnik gibt es dabei mehrere Schwerpunkte, zum Beispiel Tiefbau oder Bohrtechnik. Die Fortbildung dauert zwischen zwei und vier Jahren ¬– je nachdem, ob du sie in Vollzeit oder in Teilzeit machst. Als Techniker warten unterschiedliche Aufgaben auf dich, dabei kommt es auf deine Fachrichtung an.
Wenn du einen passenden Schulabschluss hast, kannst du nach der Ausbildung zum Brunnenbauer auch noch ein Studium anhängen. Gerade im Ingenieurwesen gibt es da eine Menge Fächer, die für dich sicher spannend sein könnten. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Bauingenieurwesen, Bohringenieurwesen oder dem Ingenieur für Versorgungstechnik?
Weitere Informationen zu Tätigkeit, Ausbildungsablauf und Perspektiven findest du auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.
https://berufenet.arbeitsagentur.de/