Die meisten Maschinen und Anlagen bestehen aus mechanischen und elektronischen Bauteilen: Autopiloten für Flugzeuge und Schiffe zum Beispiel, Waschmaschinen oder auch medizinische Geräte wie das Röntgengerät. Mechatroniker bauen solche Anlagen und Maschinen aus mechanischen und elektronischen Teilen zusammen, nehmen sie in Betrieb und geben Hinweise zur Bedienung. Darüber hinaus sorgen sie auch für die Wartung und Instandhaltung der Anlagen.
Diese drei Begriffe werden dir noch oft zu Ohren kommen. Dein Berufstitel setzt sich nämlich aus „Mechanik“ und „Elektronik“ zusammen. Was bedeuten diese Begriffe? Mechanik bezeichnet Körper, die sich bewegen und miteinander in Beziehung stehen bzw. Kräfte zwischen Körpern. In der Elektronik geht es darum, die elektrische Leitfähigkeit in Festkörpern durch Temperatur, Licht oder elektrische Spannung zu beeinflussen.
Im Klartext: In der Mechatronik werden Objekte, also Bauteile, zu einem Gesamtkörper verbaut und mit elektronischen Schaltungen mithilfe von elektrischem Strom und elektrischer Spannung ergänzt.
Aus der Kombination aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Bauteilen entstehen komplizierte Systeme, die durch die Installation einer Steuerungssoftware geregelt werden können. Als Mechatroniker bist du dafür verantwortlich, dass das fertige System, wie zum Beispiel eine Produktionsanlage für eine Kraftfahrzeugbau-Firma, die geplanten Funktionen erfüllt.
Zuallererst studierst du die Schaltpläne und technischen Zeichnungen, die dir für eine geplante Konstruktion vorliegen. Damit planst du dann die einzelnen Arbeitsschritte und den Materialbedarf. Nachdem alle Werksstoffe, Werkzeuge, Maschinen usw. vorliegen, kann es losgehen. Elektronische Bauelemente, zum Beispiel eine Elektronikkarte für die Motorsteuerung eines Fahrzeugs, werden in mechanische Bauteile integriert. Zum Schluss wird noch die Steuerungssoftware installiert. In diese programmierst du Daten, zum Beispiel Anweisungen für eine Maschine oder Befehle für die Reaktionen eines Fahrzeugs auf bestimmte äußere Reize.
Kein Problem! Mithilfe von Diagnoseverfahren ist die Fehlerursache schnell gefunden. Liegt ein mechanisches Problem vor, wird das beschädigte oder defekte Bauteil ausgetauscht. Bei einem elektronischen Problem geht das nicht ganz so einfach. Wenn zum Beispiel die Türen einer Straßenbahn nicht mehr schließen oder andere Funktionen nicht mehr reibungslos ablaufen, musst du vorsichtig die Elektronikkarte des Fahrzeugs entnehmen. Im Prüfstand wird sie erst einmal getestet. Dazu führst du mehrere Erstprüfungen durch und liest die Ergebnisse am PC ab. Die Karte wird repariert, indem zum Beispiel eine neue Software installiert wird. Nach weiteren Testläufen kann die Karte wiedereingesetzt und in Betrieb genommen werden. So kannst du kontrollieren, ob alle Fehler behoben worden sind.