Für das Modellvorhaben Moorforschung, finanziert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, suchen wir hochmotivierte Kandidat*innen. Das neue Moorforschungscluster vereint die Expertise der Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum e. V.
Um die ambitionierten Ziele von Bundesklimaschutzgesetz, Moorschutzstrategie und Wiederherstellungs-Verordnung zu erreichen, spielen Moore eine herausragende Rolle. Deshalb ist der Forschungsbedarf insbesondere zu wiedervernässten Mooren sehr groß. Sowohl vertiefte Grundlagenforschung als auch breit angelegte, angewandte Forschung werden dringend benötigt. Gleiches gilt für die dazugehörige öffentlich nutzbare Forschungsinfrastruktur. Die Projektergebnisse werden sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext modellhaft und übertragbar sein. Schwerpunkte der Forschung im Gesamtverbundvorhaben sind Biodiversität und Ökosystemleistungen, Wasserhaushalt und Wasserqualität sowie Nachhaltige Nutzung bzw. Paludikultur.
In der ausgeschriebenen Stelle sollen sozioökonomische Dimensionen und Governance-Aspekte der Moornutzung umfassend erforscht werden. Im Mittelpunkt der sozioökonomischen Analyse steht, wie sich die Wiedervernässung von Mooren und neue Nutzungsformen, insbesondere Paludikultur, auf Gesellschaft, Wirtschaft, regionale Entwicklung und soziale Akzeptanz auswirken. Governance ergänzt diese Perspektive um die Analyse des Zusammenwirkens von Akteuren, Regeln und politischen Instrumenten, um Entscheidungen und Verhalten auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen zu steuern. Im Modellvorhaben erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit einer weiteren Stelle mit dem Schwerpunkt Betriebs- und Volkswirtschaft. Zudem kann an vorherige und parallele Forschungsaktivitäten der AG Landschaftsökonomie im Themenbereich Moornutzung bzw. Paludikultur angeknüpft werden.
Besuchen Sie auch gern die Universität Greifswald.