Der Sonderforschungsbereich 1567 »Virtuelle Lebenswelten« ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, bestehend aus 20 Teilprojekten und mehr als 60 Wissenschaftler*innen (m/w/d) aus Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Human-Computer-Interaction, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Mediävistik, Medien- wissenschaft und Sozialwissenschaft. Im Zentrum steht die Erforschung der Virtualität als treibende Kraft gesellschaftlicher und kultureller Transformationsprozesse, die längst Teil des Alltags geworden ist und sich in vielfältigen lebensweltlichen Bezügen normalisiert hat. Der Sonderforschungsbereich 1567 ist an der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt und wird von Wissenschaftler*innen (m/w/d) der UA Ruhr getragen. Weitere Informationen unter: https://www.virtuelle-lebenswelten.de/.
Das Teilprojekt C02 »Virtuelle Körper« (TP-Leitungen Dr. Patrizia Breil und Prof. Dr. Stefan Rieger) untersucht die körperliche Dimension virtueller Lebenswelten. Es adressiert Selbst- und Weltverhältnisse, die in unterschiedlichen Praktiken des Worlding (re-)konstituiert werden. Über unterschiedliche Anwendungsszenarien hinweg stehen sowohl die technische Präfiguration wie auch die lebensweltliche Nutzung von virtuellen Körpern im Fokus. Die Irritation gewohnter Handlungsräume dient dabei als methodologischer Einstiegspunkt, um normative Vorstellungen des Körpers offenzulegen und kritisch zu hinterfragen. Übergreifendes Ziel des TP ist die systematische Analyse von virtuellen Körpern und deren Handlungsmöglichkeiten aus medien- und kulturwissenschaftlicher sowie philosophischer Perspektive.