Arbeiten an der Charité
Die Forschungsabteilung Translation und Neurotechnologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Postdoktorandin in Vollzeit für das drittmittelfinanzierte Forschungsprojekt „Psychophysiologische Begleiterscheinungen der Depression: Fokus auf Geschlechtsunterschiede“.
Das Projekt untersucht geschlechtsspezifische psychophysiologische Mechanismen, die Depressionen zugrunde liegen, und verfolgt das Ziel, personalisierte Interventionen auf Basis der Herzratenvariabilität (HRV), kognitiv-affektiver Prozesse sowie psychotherapeutischer Behandlungsergebnisse zu entwickeln. Durch die Kombination von Ecological Momentary Assessment (EMA; ökologische Momentanerhebung), kontinuierlichem physiologischem Monitoring, Biomarkeranalysen und kognitiv-verhaltenstherapeutischen Interventionen soll die Präzisionspsychiatrie sowie die translationale affektive Neurowissenschaft weiterentwickelt werden.
Die erfolgreiche Kandidatin bzw. der erfolgreiche Kandidat arbeitet in einem hochgradig interdisziplinären Umfeld und kooperiert eng mit Expert*innen aus den Bereichen Psychiatrie, Neurowissenschaften, Psychophysiologie und digitale Gesundheit.
Die Stelle im Überblick
Die Postdoktorandin bzw. der Postdoktorand übernimmt eine wissenschaftlich führende Rolle innerhalb des Projekts und trägt maßgeblich zu dessen konzeptioneller, methodischer und analytischer Weiterentwicklung bei.
Zu den Aufgaben gehören insbesondere:
- Planung, Koordination und Durchführung von Längsschnitt- und klinischen Studien zu Depressionen und Geschlechtsunterschieden,
- Leitung der Datenerhebung unter Einbeziehung psychophysiologischer Biomarker, insbesondere der Herzratenvariabilität (HRV),
- Implementierung und Betreuung von Protokollen zur ökologischen Momentanerhebung (Ecological Momentary Assessment, EMA) sowie von Methoden unter Einsatz tragbarer Sensorsysteme (Wearables),
- Durchführung anspruchsvoller statistischer Analysen multimodaler Längsschnittdatensätze,
- Untersuchung psychophysiologischer Mechanismen im Zusammenhang mit der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), insbesondere mit Blick auf Geschlechtsunterschiede bei der Herzratenvariabilität (HRV) und dem Therapieansprechen,
- Koordination der Zusammenarbeit mit klinischen und wissenschaftlichen Kooperationspartnern,
- Erstellung wissenschaftlicher Manuskripte zur Veröffentlichung in hochrangigen internationalen Fachzeitschriften,
- Präsentation der Forschungsergebnisse auf nationalen und internationalen Fachkonferenzen,
- Unterstützung des Projektmanagements, der Berichtserstattung sowie Betreuung und Anleitung von Promovierenden und wissenschaftlichen Hilfskräften.
- Sie werden als wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt: Nach §110 (4), Satz 3 sieht das BerlHG für wissenschaftliche Mitarbeitende eine angemessene Zeit innerhalb der Arbeitszeit für die eigene wissenschaftliche Weiterqualifikation vor.
Danach suchen wir
Wir suchen eine erfahrene und hoch motivierte Postdoktorandin bzw. einen erfahrenen und hoch motivierten Postdoktoranden mit einer nachgewiesenen wissenschaftlichen Expertise in den Bereichen Psychophysiologie, Affektive Neurowissenschaften, Psychiatrie, Psychologie oder verwandten Disziplinen.
Zwingend erforderliche Qualifikationen
- Promotion (zum Zeitpunkt des Stellenantritts abgeschlossen) in Neurowissenschaften, Psychologie, Psychiatrie, Biomedizinischen Wissenschaften, Kognitionswissenschaften oder einem eng verwandten Fachgebiet,
- Mehrjährige Postdoc-Erfahrung oder vergleichbare Forschungserfahrung im Bereich Psychophysiologie, Affektive Neurowissenschaften oder Klinische Neurowissenschaften,
- Umfassende Expertise im Bereich Biomarker und Messungen des autonomen Nervensystems, insbesondere der Herzratenvariabilität (HRV),
- Fundierte Kenntnisse und Forschungserfahrung im Bereich Depressionsforschung und/oder Kognitive Verhaltenstherapie (KVT),
- Nachgewiesene Erfahrung im Umgang mit Längsschnittstudien und multimodalen Datensätzen,
- Ausgeprägte quantitative und statistische Kompetenzen, einschließlich Erfahrung mit R, Python, MATLAB oder vergleichbaren Analyseumgebungen,
- Erfahrung mit Mixed-Effects-Modellen, Längsschnittanalysen und komplexen Datenstrukturen,
- Nachweisbare Publikationstätigkeit in begutachteten internationalen Fachzeitschriften;
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Wünschenswerte Qualifikationen
- Erfahrung mit Methoden der ökologischen Momentanerhebung (Ecological Momentary Assessment, EMA),
- Kenntnisse im Umgang mit Wearable-Technologien und ambulanter physiologischer Datenerfassung,
- Vertrautheit mit psychophysiologischer Signalverarbeitung und Biomarkeranalysen;
Erfahrung in der klinischen Forschung zu affektiven Störungen, insbesondere Stimmungserkrankungen,
- Kenntnisse in Mediations- und Moderationsanalysen, Machine-Learning-Verfahren oder computergestützter Modellierung,
- Erfahrung in der Betreuung und Anleitung von Nachwuchswissenschaftler*innen oder Studierenden,
- Erfahrung in der Einwerbung und administrativen Steuerung von Drittmittelprojekten.