Im Juli 2023 wurde auf dem Gelände des Karolinen-Hospitals in Arnsberg-Hüsten ein hochmodernes Notfall- und Intensivzentrum eröffnet. Seitdem arbeiten dort 18 Fachkliniken, darunter 13 Kliniken mit Spezialisierung auf die Notfallversorgung, unter einem Dach eng zusammen.
Durch die Zusammenlegung der bisherigen Intensivstationen und der Zentralen Notaufnahme in den Neubau des Notfall- und Intensivzentrums entstand eine eigenständige, interdisziplinäre und hochmoderne Klinik für Intensiv- und Notfallmedizin. Diese Klinik vereint medizinisches Fachwissen in einem interdisziplinären und interprofessionellen Team, das alle relevanten Fachdisziplinen umfasst.
Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) ist mit modernster Technik ausgestattet und verfügt über zwei Schockräume, zwei Räume für die Ersteinschätzung, elf universelle Behandlungsräume, drei Eingriffsräume, einen Computertomographen sowie eine digitale Röntgenanlage. Zusätzlich gibt es eine Holding-Area mit neun Betten. Alle Räume sind mit der Möglichkeit zur kontinuierlichen Monitorüberwachung ausgestattet. In unmittelbarer Nähe zu den Schockräumen stehen hochmoderne Ultraschallsysteme, eine digitale Röntgenanlage, moderne Beatmungstechnik sowie ein 320-Zeilen-Mehrschicht-Computertomograph zur Verfügung.
Das Zentrum bietet die vollständige notfallmedizinische Erstversorgung, einschließlich der Versorgung in Trauma- und Non-Trauma-Schockräumen, bis hin zu komplexen maximal-invasiven Notfalltherapien. Beispielsweise kann direkt in der ZNA eine ECMO-Therapie (extrakorporale Membranoxygenierung) eingeleitet werden. Darüber hinaus stehen eine Stroke Unit mit 24-Stunden-Bereitschaft für Thrombektomien sowie eine Chest Pain Unit (CPU) zur Verfügung.
Die Intensivstation bietet ein umfassendes Spektrum an Diagnostik, Überwachung und Therapie für kritisch kranke Patient*innen. Dazu gehören invasive und nicht-invasive Beatmungsverfahren, Nierenersatzverfahren, ECMO, ECLS (extrakorporale Lebenserhaltungssysteme), Impella-Systeme und vieles mehr. Insgesamt stehen bis zu 51 High-Care-Betten auf der Intensivstation bereit.
Das Klinikum Hochsauerland betreibt zudem zwei Notarzteinsatzfahrzeuge. Der Erwerb der Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ sowie die Teilnahme an Notarztdiensten sind obligatorisch. Für die notwendigen Fortbildungen werden die Mitarbeiter*innen selbstverständlich freigestellt, und die Kosten für diese Fortbildungen werden übernommen. Darüber hinaus verfügt das Krankenhaus über einen Hubschrauberlandeplatz.
Ein Wechsel zwischen Einsätzen auf der Intensivstation und in der Zentralen Notaufnahme ist grundsätzlich möglich.
Im Klinikum Hochsauerland können insgesamt 15 verschiedene Facharztqualifikationen sowie acht Zusatzbezeichnungen erworben werden. Die Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ liegt ebenfalls vor.