Im Alltag begegnen uns ständig Systeme aus mechanischen und elektronischen Bauteilen: ABS-Bremsanlagen und Automatikgetriebe in Fahrzeugen, Fahrscheinautomaten zum Beispiel, oder auch Waschmaschinen. In der Produktionstechnik sind flexible, computergesteuerte Werkzeugmaschinen mit sechs oder mehr Freiheitsgraden keine Seltenheit. Mechatroniker bauen solche Anlagen und Maschinen aus mechanischen und elektronischen Teilen zusammen, nehmen sie in Betrieb und geben Hinweise zur Bedienung. Darüber hinaus sorgen sie auch für die Wartung und Instandhaltung der Anlagen.
Dein Berufstitel setzt sich aus „Mechanik“ und „Elektronik“ zusammen. Was bedeuten das? Mit Mechanik werden Körper bezeichnet, die sich bewegen und miteinander in Beziehung stehen bzw. Kräfte zwischen Körpern. Die Elektronik verarbeitet elektrische Signale informationsmäßig oder erzeugt sie, oder verwandelt elektrische Energie hinsichtlich ihres Spannungs-Strom-Verhältnisses.
In der Mechatronik werden mechanische Bauteile zu Funktionsgruppen zusammen gefügt und mit elektronischen Sensoren, Aktoren und Steuerungen zu komplexen mechatronischen Systemen ergänzt. Als Mechatroniker bist du dafür verantwortlich, dass das fertige mechatronische System, wie zum Beispiel unsere Bin-Picking-Anlage, die geplante Funktion erfüllt.
Zu allererst informierst du dich in Schaltplänen und technischen Zeichnungen, die dir für ein geplantes Projekt vorliegen. Auf dieser Grundlage planst du dann die einzelnen Arbeitsschritte und den Materialbedarf. Nachdem alle Bauteile einer Baugruppe vorliegen, kann es losgehen. Mechanische Bauelemente werden zu Baugruppen montiert, entstandene Baugruppen zu ganzen Anlagen zusammen gefügt. Elektrische Komponenten wie Sensoren und Aktoren, Kamera-Systeme und Robotik wird installiert. Die elektrische Installation wird mit fertigen oder selbst konfektionierten Leitungen aufgebaut, nötige Steuerungselektronik wird installiert und in Betrieb genommen. Zum Schluss wird noch die Steuerungssoftware installiert. In diese programmierst du Daten ein, zum Beispiel Anweisungen für einen Roboter oder Befehle für die Reaktionen einer Maschinenbewegung auf bestimmte Sensoren.
Kein Problem! Mithilfe von Diagnoseverfahren ist die Fehlerursache schnell gefunden. Liegt ein mechanisches Problem vor, wird das defekte Bauteil ausgetauscht. Bei einem elektronischen Problem stellst du die Diagnose mit geeigneten Messgeräten und entsprechender PC-Software. Die Abläufe der Maschine können genau Aufgezeichnet werden, aus diesen Daten ermittelst du das Problem im Fehlerfall und entwickelst entsprechende Lösungen zum beheben und zukünftigen vermeiden dieses Fehlers. Vielleicht ist nur ein einfacher Wackelkontakt die Ursache, oder du musst den Ablauf der Maschine anpassen um eine Überbelastung von Bauteilen zukünftig zu vermeiden. Nach weiteren Testläufen kann die Maschine wieder in Betrieb genommen werden, um zu kontrollieren, ob alle Fehler behoben worden sind. Um bei zukünftigen Problemen schnell reagieren zu können werden alle Defekte und Arbeiten Dokumentiert.
Deine Ausbildung besteht sowohl aus theoretischen als auch praktischen Inhalten. Das hat den Vorteil, dass du alle gelernten Inhalte im Berufsalltag auf die Probe stellen kannst.
In der Schule wirst du in die Geheimnisse der Mechanik und der Elektronik eingeweiht. Du lernst zunächst, Funktionszusammenhänge in mechatronischen Systemen zu verstehen und Energieflüsse in elektrischen, pneumatischen sowie hydraulischen Baugruppen zu untersuchen. Wenn du diese Grundkenntnisse sicher beherrschst, erfährst du, wie du selbst mechatronische Systeme erstellst und in Betrieb nimmst. Mathe und Physik nehmen einen großen Anteil deiner schulischen Ausbildung ein. Dort erwirbst du das nötige Hintergrundwissen, zum Beispiel über Schaltkreise und Messverfahren. Auch die Informatik spielt eine Rolle, zum Beispiel im Zusammenhang mit Steuerungssoftware für mechatronische Systeme. In Technik lernst du, technische Zeichnungen auszuwerten und selbst anzufertigen.
Das „Handwerkszeug“ wird dir bei uns vermittelt. Hier lernst du Schweißen, Bohren, Verdrahten, Fügen und Installieren. Du verbaust am Anfang Rohre und Profile, später dann auch Schaltgerätekombinationen und baust elektrische Schaltungen auf. Es wird besonders Wert darauf gelegt, dass du die Bestimmungen der Arbeitssicherheit kennst und bei allen Tätigkeiten die richtigen Schutzmaßnahmen durchführst.
Du willst aktiv deinen Teil an einem erfolgreichen Unternehmen beitragen? Dann senden Sie uns bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe des nächstmöglichen Eintrittstermins bevorzugt an die Email Adresse [email protected] zu.