Drittmittel
Die Medizinische Fakultät ist integraler Bestandteil der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und wirkt mit dem Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R. in Forschung, Lehre und Krankenversorgung zusammen.
Am Institut für Physiologie (Institutsdirektor: Prof. Dr. rer. nat. Volkmar Leßmann) der Medizinischen Fakultät an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg sind ab sofort drei Stellen für:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) / PhD-Student (m/w/d)
Wir bieten drei Stellen in folgenden Bereichen an:
- Elektrophysiologie der synaptischen Plastizität in akut isolierten Maus-Hirnschnitten im Alzheimer-Mausmodell.
- Verhaltensphysiologische Untersuchungen der Lern- und Gedächtnisleistungen in einem Alzheimer-Mausmodell.
- Live cell imaging des BDNF-Transports und der BDNF-Sekretion in vitalen Hirnschnitten und in synaptischen Netzwerkkulturen von neuronal differenzierten Stammzellen (iPSCs).
Ziel der durchzuführenden Experimente ist es, in einem Alzheimer-Mausmodell die Wirksamkeit entzündungshemmender Medikamente in vivo gegen den Gedächtnisverlust sowie in Hirnschnitten der behandelten Mäuse bzw. in neuronalen Netzwerk-Kulturen von iPSCs gegen die synaptischen Defizite bei der Alzheimer-Erkrankung zu zeigen.
Projekttitel: Wirkung entzündungshemmender Medikamente auf die synaptische Plastizität
in Mausmodellen der Alzheimer-Demenz.
Unsere Arbeitsgruppe untersucht mit Hilfe elektrophysiologischer Techniken, hochauflösender Fluoreszenz-Mikroskopie und unter Zuhilfenahme verhaltensphysiologischer Experimente die zellulären Mechanismen der synaptischen Plastizität und der daraus resultierenden Lernvorgänge im Mausmodell.
Wir haben in den vergangenen Jahren die Wirksamkeit der Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor (S1PR)-Modulatoren Fingolimod und Ozanimod, die bereits zur Behandlung der Multiplen Sklerose beim Menschen zugelassen sind, gegen die Defizite in der synaptischen Transmission, der Spine-Dichte und bei Lernvorgängen im Alzheimer Mausmodell gezeigt (Kartalou et al., 2020; Leßmann et al., 2023; Fritz et al., 2026).
Im Rahmen unseres durch EFRE geförderten Projekts „EMTAD“ versuchen wir nun, die molekulare Wirkungsweise von S1PR-Modulatoren und von weiteren entzündungshemmenden Medikamenten im Alzheimer-Mausmodell (in Zellkulturmodellen und in Mäusen in vivo) zu charakterisieren. Die hierbei identifizierten Substanzen werden dann in einem anderen EMTAD-Projektteil in Klinischen Studien am Menschen auf ihre Effizienz gegen die Alzheimer-Demenz untersucht.
- Erfolgreich abgeschlossenes Master-Studium in Biologie, Physiologie, Biochemie, Neurowissenschaften oder einem sehr eng verwandten Fachgebiet mit einer experimentellen Masterarbeit zu einer neurowissenschaftlichen Fragestellung.
- Großes Interesse und bereits vertiefte Kenntnisse im Bereich synaptische Plastizität und Neurodegeneration.
- Sie haben sehr gute Kenntnisse und eigene praktische Erfahrungen:
- entweder im Bereich Elektrophysiologie, Neurophysiologie, synaptische Plastizität (LTP, LTD, STDP) in akuten Hirnschnitten,
- oder im Bereich von Lern- und Gedächtnistests in verhaltensphysiologischen Experimenten mit Mäusen
- oder im Bereich moderner fluoreszenzmikroskopischer Methoden (konfokale und 2-Photonen-Bildgebung) in vitalen Hirnschnittpräparaten oder kultivierten Neuronen
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- Selbstständige, strukturierte und verantwortungsbewusste Arbeitsweise sowie ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit
- Wir bieten Ihnen einen spannenden Arbeitsplatz in einem Klinikum der Maximalversorgung, Forschung und Lehre
- Wir bieten ein anregendes Umfeld mit langjähriger Erfahrung in der BDNF- und synaptischen Plastizitätsforschung (siehe z.B. Khodaie et al., iScience 2024; Cepeda-Prado et al., Cereb. Cortex 2022; Groessl et al. Nature Neuroscience, 2018). Neben der Entwicklung von Behandlungsstrategien gegen die Alzheimererkrankung untersucht unser internationales Team auf systemischer, zellulärer und synaptischer Ebene:
- die Sekretion und die synaptische Wirkung von Neuropeptiden und Neuromodulatoren (z.B. BDNF und Dopamin) im Säugetier-ZNS
- die Dopamin- und BDNF-abhängige Regulation von Hippocampus-, Amygdala- und Neocortex-gesteuertem Verhalten der Maus
- Interne und externe Fort- und Weiterbildungsangebote
- Schonen Sie die Umwelt und nutzen Sie Bus und Bahn vergünstigt mit einem Jobticket
- Außerdem verfügen wir über ein vielfältiges Sport- und Entspannungsangebot im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
- Onboarding: Freuen Sie sich zu Beginn Ihrer Tätigkeit auf unsere Einführungsveranstaltung, in der Sie viele wichtige Informationen und Schulungen bekommen
Auf Sie wartet eine leistungsgerechte Vergütung je nach Aufgabenübertragung und Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe E 13 nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder.
Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt, in Teilzeit (mit 26 Std./Woche) und befristet bis zum 30.09.2028 zu besetzen.
Die drei Stellen sind im Rahmen des durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Forschungsprojekts „Etablierung entzündungshemmender Medikamente für die Therapie der Alzheimer-Demenz (EMTAD)“ zu besetzen. Das Projekt hat eine Laufzeit bis zum 30.09.2028. Die Befristung der Stellen erfolgt projektbezogen und ist an die Laufzeit sowie die Verfügbarkeit der entsprechenden Projektmittel gebunden. Die konkrete Beschäftigungsdauer richtet sich nach dem Zeitpunkt der Stellenbesetzung und den individuellen Voraussetzungen der Bewerberinnen und Bewerber.
Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Susan Böse (Sekretariat Institut für Physiologie) unter der Nummer 0391-67-21343 zur Verfügung.
Wir freuen uns bis zum 30.07.2026 (Bewerbungsschluss) auf Ihre Bewerbung. Bevorzugt online und mit Anschreiben, Lebenslauf sowie relevanten Zeugnissen:
[email protected]
[email protected] - Betreff: 501-2026
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Medizinische Fakultät
Geschäftsbereich Personal - Recruiting
Stellenausschreibung Nr. 501-2026
Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg
Bei einem internationalen Berufs- oder Studienabschluss ist der Bewerbung eine Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (KMK) beizufügen. Sollten Sie noch keine Zeugnisbewertung haben, so müssten Sie diese bei erfolgreicher Bewerbung beantragen.
Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Die Otto-von-Guericke-Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen im wissenschaftlichen Bereich an und bittet daher Wissenschaftlerinnen nachdrücklich um ihre Bewerbung.