Industriemechaniker werden in der Produktion und Instandhaltung eingesetzt und sorgen dafür, dass Maschinen und Anlagen zu jeder Zeit betriebsbereit sind. Sie inspizieren und prüfen regelmäßig die Funktionstüchtigkeit der Fertigungsmaschinen, ermitteln Störungen und deren Ursachen, besorgen entsprechende Ersatzteile oder fertigen diese selbst an und nehmen die erforderlichen Reparaturen vor.
Nach Beendigung der Montage- und Prüfarbeiten weisen sie die Mitarbeiter in die Bedienung und Handhabung ein. In Techniken wie Drehen, Bohren, Schleifen, Fräsen und den unterschiedlichen Fügetechniken wie Schweißen oder Verschrauben sind sie ebenso versiert wie beim Montieren und Justieren von Bauteilen.
Im ersten Lehrjahr werden bereits allgemeine Grundlagen der Berufsausbildung, Kenntnisse über den Aufbau und die Organisation des Ausbildungsbetriebes, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit sowie Umweltschutz und Kenntnisse über die rationelle Energieverwaltung übermittelt. Darüber hinaus werden sie befähigt, technische Unterlagen zu lesen, anzuwenden und zu erstellen. Auch die Unterscheidung, Zuordnung und Handhabung von Werk- und Hilfsstoffen lernen die Auszubildenden in ihrem ersten Lehrjahr und werden mit den Techniken Spanen, Trennen, Umformen und Fügen vertraut gemacht.
Im zweiten Lehrjahr werden die Kenntnisse über das Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen vertieft. Außerdem lernen sie Arbeits- und Bewegungsabläufe zu planen und zu steuern sowie die Arbeitsergebnisse zu kontrollieren und zu beurteilen. Schwerpunkte der praktischen Ausbildung sind das Aufbauen und Prüfen von pneumatischen Schaltungen sowie das Montieren von Bauteilen und Baugruppen.
Im dritten Lehrjahr wird das Warmumformen und das Schmelzschweißen vermittelt, darüber hinaus das Aufbauen und Prüfen von Hydraulikschaltungen und elektronischen Komponenten der Steuerungstechnik. Weiter praktische Fertigkeiten erlernen die Auszubildenden bei der Montage bzw. Demontage von Geräten und Baugruppen. Zum Ende der Ausbildung sind angehende Industriemechaniker in der Lage, Maschinen und Anlagen in Betrieb zu nehmen, deren Betriebsfähigkeit zu erhalten sowie Fehler und Störungen zu erkennen, einzugrenzen und zu beheben.