Pflegeverständnis
Basis für jedes pflegerische Handeln sind die
Ideen und Visionen des Klinikgründers Carl
von Ehrenwall, niedergelegt in unserem
Leitbild.
Wir Pflegende verstehen unsere Arbeit
einerseits als eigenständigen Aufgaben-
bereich, den wir professionell und zum Wohle
des Patienten erfüllen wollen, andererseits
sind wir aber auch Bestandteil eines
Behandlungsteams, das durch eine
koordinierte Organisation Hand in Hand
arbeitet, um eine Versorgung auf hohem
Niveau sicherzustellen.
Um der Individualität unserer Patienten
gerecht zu werden, erstellen wir aus unserem
umfangreichen Behandlungsangebot einen
individuellen Behandlungsplan, basierend auf
den Ressourcen des Patienten.
Die psychiatrische Pflege ist ein wesentliches
Element in diesem Behandlungsplan.
Als Pflegende nutzen wir das Konzept der
Bezugspflege, um den Patienten mit einem
individualisierten pflegetherapeutischen
Angebot zu unterstützen.
Das Bezugspflegekonzept in der
Dr. von Ehrenwall´schen Klinik ist ein offenes
Konzept, basierend auf unserem Leitbild und
dem daraus abgeleiteten Pflegeverständnis.
Jede Pflegekraft kann ihre Bezugspflege
nach den Bedürfnissen des Patienten
ausgerichtet gestalten. Dabei kann sie neben
den Elementen, die dem Pflegemodell von
Peplau entnommen sind, auch weitere
Konzepte/Ideen zu Rate ziehen –
vorausgesetzt diese Konzepte/Ideen sind
validiert und entsprechen dem aktuellen
Stand der Pflegewissenschaft.
Wir, die Pflegenden, nehmen regelmäßig an
internen Fortbildungen teil, die sowohl
pflegespezifisch als auch berufs-
gruppenübergreifend angeboten werden.
Wir nutzen die Möglichkeit von externen Fort-
und Weiterbildungen, z. B. den Zertifikatskurs
Psychiatrische Pflege.
Wir nehmen Teil an dem permanenten
interdisziplinären Austausch, z.B. in
Teamgesprächen, Supervisionen (intern und
extern) und Fallbesprechungen.
Die Qualität unserer Pflege sichern wir unter
anderem durch regelmäßig aktualisierte
Pflegestandards.
Wir freuen uns über neue Kollegen, die ihr
Wissen, ihre Erfahrungen und neue Anregungen
einbringen.
Neben der Bezugspflege nutzen wir
grundlegende Elemente der psychiatrischen
Pflege, die wir sowohl in Gruppen, als auch
in Einzelkontakten einsetzen. Diese sind unter
anderem:
Achtsamkeitstraining
Übung zur Förderung der Wahrnehmung
Cogpack
Computergestütztes kognitives Training
Jacobson Entspannungstraining
Progressive Muskelentspannung basierend
auf dem Konzept von E. Jacobson
Pflegetherapeutische Spielegruppe
Motivierung, Aktivierung, Konzentration- und
Gedächtnistraining; Verbesserung der
Beziehungs- und Kontaktfähigkeit
Phantasiereise
Aufmerksamkeit nach innen lenken, mit
eigenen Wünschen, Bedürfnissen und dem
Unterbewussten in Kontakt treten
Die Individualität des Patienten zu wahren und
zu fördern bedeutet für uns im Rahmen der
Bezugspflege:
die individuellen Ressourcen zu erhalten
und zu unterstützen
auf die verschiedenen Bedürfnisse und
Sorgen unserer Patienten einzugehen
den Patienten bei der Umsetzung und
Gestaltung der Tagesstruktur zu
unterstützen
Vorschläge für ergänzende Therapien zu
unterbreiten
die kulturelle und soziale Umwelt des
Patienten zu berücksichtigen
Patienten die Möglichkeit zu geben, sein
Selbst- und Fremdvertrauen
wiederzufinden
Durch eine eindeutige Zuteilung einer
hauptverantwortlichen Bezugspflegeperson zu
einem Patienten besteht Transparenz für den
Patienten und das interdisziplinäre Team
bezüglich der Verantwortung in der Pflege und
des Pflegeprozesses.
In Kooperation mit anderen Berufsgruppen wird
der Krankenhausaufenthalt koordiniert und
geplant. Die Pflegefachkraft ist der Haupt-
ansprechpartner für den Patienten und das
interdisziplinäre Team und sichert den
Informationsfluss in beide Richtungen.
Durch die hohe Eigenverantwortung und einen
klaren Tätigkeitsbereich grenzt sich in der
Bezugspflege das Berufsfeld der Pflege von den
anderen Berufen erheblich ab.