Im Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und in der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM), Standort Gießen, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die
W2-Professur für Chirurgische Onkologie
unter Beachtung des § 67 Abs. 7 Hessisches Hochschulgesetz (HessHG) im außertariflichen Arbeitsverhältnis zu besetzen; es gelten die Einstellungsvoraussetzungen nach § 68 HessHG.
Aufgaben:
Sie vertreten die chirurgische Onkologie innerhalb der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in voller Breite und entwickeln diese durch moderne Ansätze in klinischer und translationaler Forschung weiter.
Ihre klinische Tätigkeit umfasst die Bereiche Viszeral- und Thoraxchirurgie einschließlich laparoskopischer, thorakoskopischer und robotischer Verfahren. Die Initiierung und Koordination klinischer Projekte und Studien im Rahmen der Gießener Außenstelle des Koordinierungszentrums für Klinische Studien Marburg (KKS) und im Rahmen des Surgical Center for Clinical Trials Giessen (SCCTG) wird erwartet. Außerdem soll Ihre Tätigkeit den Einsatz moderner Informationstechnologien und der Artificial Intelligence fokussieren. Alle mit der Professur zusammenhängenden Aufgaben in der Krankenversorgung werden seitens des UKGM geregelt.
Ihre Lehrverpflichtung erstreckt sich auf den klinischen Abschnitt der Ausbildung von Studierenden im Fach Medizin. Ihr Lehrangebot verknüpft dabei aktuelle, klinisch relevante Forschung mit studentischer und interprofessioneller Ausbildung. Weiterhin sollen Sie die hochspezialisierte, komplexe chirurgische Onkologie in Form von Wahlfächern und spezifischen Angeboten Studierenden auch im praktischen Jahr vermitteln.
Sie bringen sich aktiv in bestehende Verbundforschungsprojekte der JLU – insbesondere in das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) und das Exzellenzcluster „Cardio-Pulmonary Institute“ (CPI) – ein. Außerdem werben Sie eigenständig Drittmittelprojekte ein und beteiligen sich an nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken (z. B. „Netzwerk Universitätsmedizin“ (NUM) oder „Medical Informatics in Research and Care in University Medicine“ (MIRACUM-Konsortium)).
Mit der Etablierung der Professur beteiligen Sie sich außerdem aktiv an der Erweiterung der Studieninfrastruktur durch Kooperation und Integration in bestehende Netzwerke, wie das standortübergreifende chirurgische Studiennetzwerk CHIR-Net, aber auch in regionale wichtige Netzwerke, wie das Universitäre Darmzentrum Mittelhessen (UDM). Neben einer engen Kooperation mit der Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie des UKGM am Standort Marburg werden Sie Ihre Expertise vor allem auch in die Etablierung des Comprehensive Cancer Center (CCC) Frankfurt-Gießen-Marburg einbringen und standortübergreifend in das Konsortium integrieren.
Ihre Mitarbeit im Gießener Graduiertenzentrum Lebenswissenschaften (GGL), im strukturierten Promotionsprogramm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (JLU TRAINEE) und im Clinician Scientist-Programm (JLU CAREER) wird ebenfalls erwartet.
Eine Integration von Genderaspekten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung ist ausdrücklich erwünscht.
Die Universitäten Gießen und Marburg haben mit der Technischen Hochschule Mittelhessen den Forschungscampus Mittelhessen gegründet; in diesem Rahmen praktizieren die beiden Fachbereiche Medizin eine strukturierte Kooperation auf der Basis abgestimmter Schwerpunkte. Von Ihnen wird entsprechend die Bereitschaft zur hochschul- und fachbereichsübergreifenden Kooperation in Campus-Schwerpunkten und Profilbereichen sowie die Mitarbeit in Verbundprojekten erwartet. Insbesondere werden eine standortübergreifende patientenorientierte klinische Forschung und die Beteiligung an gemeinsamen klinischen Studien vorausgesetzt.
Voraussetzungen:
Vorausgesetzt werden neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium der Medizin die für die Erfüllung der Aufgaben gem. § 67 Abs. 1 HessHG erforderliche Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine herausragende, fachlich einschlägige Promotion nachgewiesen wird, sowie exzellente zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (nachgewiesen z. B. durch eine Habilitation oder in Form international sichtbarer, fachspezifischer Publikationen in ausgewiesenen nationalen und internationalen Zeitschriften).
Darüber hinaus sollen Sie Erfahrungen in der Koordination wissenschaftlicher Projekte in interdisziplinären Netzwerken sowie Erfolge in der eigenständigen Einwerbung von Drittmitteln vorweisen.
Der Nachweis der Anerkennung als Fachärztin bzw. Facharzt (m/w/d) für Allgemein- oder Viszeralchirurgie wird ebenso vorausgesetzt wie Erfahrungen in minimal-invasiver (robotischer) Chirurgie. Ferner sollen Sie über eine Spezialisierung auf dem Gebiet der onkologischen Viszeralchirurgie verfügen. Diese Spezialisierung kann z. B. durch die Zusatzbezeichnung „Spezielle Viszeralchirurgie“, „Surgical Oncology EBSQ Examination“ oder durch Anerkennung als Fachärztin bzw. Facharzt (m/w/d) für Thoraxchirurgie nachgewiesen werden.
Des Weiteren ist der Nachweis einer besonderen pädagogischen Eignung erforderlich, um das Fachgebiet in der akademischen Lehre mit großem Engagement in seiner vollen Breite vertreten zu können.
Die JLU begrüßt qualifizierte Bewerbungen unabhängig von biologischem und sozialem Geschlecht (m/w/d), Behinderung, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Die JLU strebt gemäß Frauenförderplan einen höheren Frauenanteil an; deshalb bitten wir qualifizierte Frauen nachdrücklich, sich zu bewerben. Die JLU ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Bewerbungen Schwerbehinderter werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
Zu den Einstellungsvoraussetzungen und erforderlichen Bewerbungsunterlagen bitten wir, die Hinweise in unserem Informationsblatt zu beachten. Darüber hinaus erbitten wir zusätzliche Angaben auf unserem Bewerbungsbogen.
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den erforderlichen Unterlagen über das Onlineformular bis zum 31. Juli 2026 unter Angabe der Referenznummer K-12/26 an die Präsidentin der Justus-Liebig-Universität Gießen.