Digitale Zwillinge und virtuelle Nachbildungen städtischer Umgebungen finden in zahlreichen Branchen breite Anwendung, darunter im Krisenmanagement, in der Evakuierungsplanung und bei der Ausbildung für Notfallmaßnahmen. Ihre Fähigkeit, physische Umgebungen mit digitalen Darstellungen zu verknüpfen, ermöglicht es Organisationen, reale Anlagen und Abläufe zu simulieren, zu überwachen und zu optimieren. Die Erstellung detaillierter und funktionaler digitaler Nachbildungen von Außenumgebungen, vorzugsweise in LoD2, das detaillierte Dachformen umfasst, erfordert jedoch oft einen hohen manuellen Aufwand, insbesondere wenn offenen Datenquellen wesentliche Metadaten fehlen, darunter strukturelle Abmessungen oder semantische Merkmale von Gebäuden.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, bietet die Nutzung von Digital Surface Models (DSM) in Kombination mit Gebäudegrundrissen eine vielversprechende Lösung zur Erstellung einer hochdetaillierten Darstellung der städtischen Umgebung. Diese Datenquellen werden häufig von den jeweiligen Stadtverwaltungen in Auftrag gegeben und sind öffentlich zugänglich. Klassische regelbasierte Ansätze wie die Ebenenanpassung mit anschließender Abgleichung von Dachprimitiven sind jedoch fehleranfällig und unzuverlässig, wenn die Daten verrauscht sind.