Krankheitszustände können grundsätzlich verhindert werden, wenn äußere oder innere Noxen keine Pathologie mehr auslösen und/oder Homöostase nach einer Kompromittierung der Gesundheit rasch wiederhergestellt werden kann. Diese beiden Eigenschaften –Widerstandsfähigkeit gegenüber Noxen (Resistenz) und die Erholungsfähigkeit nach Schädigungen (Genesung) – gelten als zentrale Bestandteile dessen, was allgemein als Resilienz bezeichnet wird.
Wir haben kürzlich stereotype, adaptive Ernährungspräferenzen während der Erholung von katabolen Zuständen entdeckt, die über einen Darm-Hirn-Signalweg vermittelt werden (Jaschke et al., Cell). Aufbauend auf diesen Erkenntnissen möchten wir ein tieferes Verständnis der Physiologie von Erholung, Resistenz und – allgemeiner – Resilienz entwickeln.
Unsere Forschung ist überwiegend hypothesengeleitet. Wir kombinieren experimentelle Ansätze in verschiedenen Modellorganismen mit klinischen Daten. Da wir überzeugt sind, dass innovative therapeutische Ansätze an den Schnittstellen unterschiedlicher Disziplinen entstehen, nutzen wir Konzepte und Methoden aus der Stoffwechselforschung, den Neurowissenschaften, der (vergleichenden) Physiologie, der Evolutionsbiologie, der Biochemie und weiteren Fachgebieten.
Unsere Arbeitsgruppe ist in ein hochgradig interdisziplinäres Forschungsumfeld eingebunden, das Kliniker:innen sowie Forschende aus den Bereichen Immunologie, Infektionsmedizin und Stoffwechselforschung vereint. Räumlich sind wir im neu errichteten Hamburg Center of Translational Immunology (HCTI) angesiedelt.
Unsere Laborräume sind mit modernster Infrastruktur ausgestattet, und wir haben Zugang zu einer Vielzahl zentraler Core Facilities. Darüber hinaus unterhalten wir eine eigene Nagetierhaltung mit mehreren transgenen Mauslinien.
Wir arbeiten eng mit zahlreichen Forschungslaboren auf dem Campus sowie mit nationalen und internationalen Partnern zusammen, darunter Arbeitsgruppen an der Yale School of Medicine und der University of Colorado Boulder. Mitglieder unserer Arbeitsgruppe nehmen an institutionsübergreifenden Lab Meetings teil und haben – sofern erforderlich – die Möglichkeit, unsere Kooperationspartner vor Ort zu besuchen, um neue experimentelle Methoden und technische Kompetenzen zu erlernen.
Wir sind ein dynamisches und hoch motiviertes Team, das die Vielfalt wissenschaftlicher Perspektiven und Hintergründe ausdrücklich schätzt. Wir sind überzeugt, dass unterschiedliche Erfahrungen und Denkweisen die Grundlage für exzellente Forschung und innovative wissenschaftliche Erkenntnisse bilden.
Ihre Aufgaben:
- Planung, Durchführung und Auswertung experimenteller in vivo- und in vitro-Studien einschließlich Versuchsplanung, Dokumentation, statistischer Analyse sowie Interpretation, Diskussion und Präsentation der Ergebnisse
- Betreuung und Management der Nagetierkolonie einschließlich der erforderlichen Dokumentation
- Aktive Mitgestaltung eines Neugier-getriebenen und kooperativen Forschungsumfelds
- Veröffentlichung von Forschungsergebnissen
Die Position ist drittmittelbedingt und gemäß WissZeitVG zunächst auf 3 Jahre befristet und mit 65 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit zu besetzen.