In der Thüringer Staatskanzlei ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Dienstposten bzw. die Stelle eines/einer
Referenten/Referentin (m/w/d)
zu besetzen. Der Dienstort ist Erfurt.
Die Thüringer Landeszentrale für politische Bildung stärkt die Auseinandersetzung mit Geschichte als Grundlage demokratischer Orientierung und gesellschaftlicher Teilhabe. Die ausgeschriebene Stelle verantwortet die konzeptionelle Weiterentwicklung der politisch-historischen Bildung mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Demokratiegeschichte Thüringens.
Demokratiegeschichte wird dabei in einem weiten Sinne verstanden. Sie umfasst nicht nur die Geschichte demokratischer Bewegungen, Institutionen und Beteiligungsformen, sondern auch die Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen, gesellschaftlichen Brüchen, Kontinuitäten und Transformationsprozessen. Zentrale Arbeitsfelder sind die Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen, die Geschichte der DDR und die Aufarbeitung der SED-Diktatur, die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen seit 1989/90 sowie ausgewählte Themen der Thüringer Landesgeschichte.
Die Stelle entwickelt eigene Projekte und Bildungsangebote und übernimmt zugleich eine koordinierende und vernetzende Funktion innerhalb der breit aufgestellten erinnerungskulturellen Landschaft Thüringens.
Das Aufgabengebiet umfasst:
- Konzeption, Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Bildungsangeboten zur politisch-historischen Bildung und Demokratiegeschichte mit besonderem Bezug zu Thüringen
- Bearbeitung zentraler Themenfelder der Thüringer Geschichte, insbesondere des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen, der DDR und der SED-Diktatur, der Friedlichen Revolution, der deutschen Einheit und der gesellschaftlichen Transformation seit 1989/90
- Beobachtung, fachliche Einordnung und Aufbereitung aktueller erinnerungskultureller und geschichtspolitischer Debatten sowie konkurrierender historischer Deutungen
- Stärkung dezentraler Gedenk- und Bildungskonzepte in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Kommunen, Erinnerungsorten und weiteren regionalen Partnern
- Fachliche Begleitung und Beratung von Publikationsvorhaben der Landeszentrale im Bereich der politisch-historischen Bildung
Koordination externer Experten, Kooperationspartner und Dienstleister im Rahmen der durch die Stelle verantworteten Projekte
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Zwingende Anforderungen an die Bewerber/innen:
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Geschichtswissenschaft oder eines vergleichbaren Studiengangs mit einem deutlich erkennbaren historischen Schwerpunkt (Staatsprüfung, Diplom oder Master)
- Fundierte nachgewiesene Kenntnisse der Thüringer Geschichte und Erinnerungskultur, insbesondere in mindestens zwei der folgenden Bereiche: Nationalsozialismus und seine Nachwirkungen, Geschichte der DDR und Aufarbeitung der SED-Diktatur, Friedliche Revolution, deutsche Einheit und Transformationszeit, Demokratiegeschichte oder Landesgeschichte
- nachgewiesene Erfahrungen in der Konzeption, Durchführung und Evaluation von Projekten der politisch-historischen Bildung
Darüber hinaus wird erwartet:
- Kenntnisse aktueller wissenschaftlicher, erinnerungskultureller und geschichtspolitischer Debatten
- Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Erinnerungskultur, Bildungseinrichtungen, Wissenschaft, Verwaltung oder Zivilgesellschaft
- Kenntnisse im Projektmanagement, u.a. Fähigkeit, eigenständig Projekte zu entwickeln und umzusetzen sowie komplexe Kooperations- und Abstimmungsprozesse zu koordinieren
- Ausgeprägte Kommunikations-, Moderations- und Netzwerkkompetenz
- Bereitschaft zur Durchführung von Veranstaltungen und Bildungsangeboten an unterschiedlichen Orten in Thüringen,
- Belastbarkeit und Flexibilität,
- sicheres Auftreten sowie Verhandlungsgeschick.
Darüber hinaus sind wünschenswert:
- Vertiefte Kenntnisse der Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklung Thüringens seit dem 19. Jahrhundert
- Erfahrung in der historisch-politischen Bildungsarbeit
- Erfahrung in der Entwicklung von Fort- und Weiterbildungsangeboten für Lehrkräfte oder Multiplikatoren
- Erfahrung in der Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Kommunen, Gedenkstätten, Museen oder Archiven
- Erfahrung mit Evaluation, Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung von Bildungsformaten
Die geforderten Qualifikationen sind anhand von Zeugnissen, Unterlagen usw. zu belegen bzw. nachzuweisen. Sofern Sie einen ausländischen Hochschulabschluss erlangt haben, fügen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen bitte einen Nachweis über die Anerkennung des Abschlusses durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen der Kultusministerkonferenz bei. Weitere Informationen können der Internetseite www.kmk.org entnommen werden.
Für Bewerber/innen, die bereits im öffentlichen Dienst tätig sind, wird um Übersendung einer Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte mit Angabe der personalaktenführenden Stelle gebeten.
Bei Tarifbeschäftigten erfolgt die Eingruppierung, je nach Erfüllung der tarifrechtlichen sowie fachlichen und persönlichen Voraussetzungen, bis zur Entgeltgruppe 14 TV-L.
Der Dienstposten ist mit der Besoldungsgruppe A 14 ThürBesG bewertet. Sofern bereits ein Beamtenverhältnis bis zur Besoldungsgruppe A 14 besteht, wird eine Versetzung zur Thüringer Staatskanzlei angestrebt. Die Übertragung des Dienstpostens erfolgt bei nicht statusgleich zu versetzenden Beamtinnen und Beamten zunächst im Wege der Erprobung im Sinne des § 36 Thüringer Laufbahngesetz.
Was wir Ihnen bieten:
Die Thüringer Staatskanzlei versteht sich als familienfreundliche oberste Landesbehörde und fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Darüber hinaus ist uns die Gleichstellung aller Beschäftigten wichtig. Daher freuen wir uns über Bewerbungen von Menschen unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft sowie Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.
Zudem erhalten Sie bei uns die Möglichkeit, Ihre persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln, indem Sie unsere internen Angebote, aber auch externe Angebote zur Fort- und Weiterbildung nutzen und so Entwicklungsmöglichkeiten für sich eröffnen können.
Hinweise zum Verfahren:
Die Stellenausschreibung richtet sich in gleicher Weise an männliche und weibliche Bewerbende. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Bewerbungen schwerbehinderter Menschen und ihnen gleichgestellter behinderter Menschen nach Maßgabe des SGB IX bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie uns in Ihrer Bewerbung auf eine eventuelle Schwerbehinderung hin und fügen Sie entsprechende Nachweise bei.
Bitte reichen Sie keine schriftlichen Bewerbungen oder Bewerbungen per E-Mail ein, sondern nutzen Sie ausschließlich die Online-Bewerbungsfunktion im entsprechenden Stellenangebot auf dem Karriere- und Bewerbungsportal des Freistaats Thüringen:
("JETZT BEWERBEN"-Button auf der rechten Seite)
Die Bewerbungsfrist endet am 24. August 2026.
Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich am Mittwoch, den 9. September 2026 und/oder am Dienstag, den 15. September 2026 statt.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Datenschutzhinweise:
Ihre Bewerbungsdaten werden durch die Thüringer Staatskanzlei im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) und dem Thüringer Datenschutzgesetz verarbeitet. Informationen zum Umgang mit den Daten in der Thüringer Staatskanzlei und zu den Rechten nach der EU-DSGVO finden Sie im Internet auf der Seite www.staatskanzlei-thueringen.de/datenschutzhinweise. Mit der Übersendung Ihrer Bewerbungsunterlagen bestätigen Sie, dass Ihnen die Datenschutzinformationen nach Art. 13, 14 und 21 EU-DSGVO online zur Verfügung gestellt wurden. Nach dem Abschluss des Ausschreibungsverfahrens werden die Daten nicht berücksichtigter Bewerber/innen datenschutzkonform vernichtet.