Unsere Spezialpraxis wird wegen Unterrichtsverpflichtungen von Dr. Rasev an der Uni seit 1993 privatärztlich geführt. Die Besonderheit der Praxis bildet die systematische Haltung-/ und Ganganalyse, sowie die Analyse der Muskeldysbalancen = Funktionspathologie des Muskeltonus, posturaler Stabilisierung, faszialer Elastizität und praktische funktionelle Therapie, gezielt nach den wahren Schmerzursachen. Die überlasteten Muskelansätze und Muskelfaserbündel bilden die Mehrheit der Ursachen der Schmerzen im Bewegungsapparat. Selbstverständlich wird die Biomechanik der Gelenke nach orthopädisch/rheumatologischen Schwerpunkten ebenso untersucht, sogar der Zustand der inneren Organe kann im Hintergrund der muskuloskelettalen Schmerzen sein. Unser neuer Mitarbeiter lernt die wichtigsten neurophysiologischen Hintergründe der Schmerzentstehung in alltäglicher klinischer Praxis. Er wird von der Analyse der Funktionspathologie des Muskeltonus, über Gelenkpunktionen bis zu der medikamentösen Therapie die häufigsten pathomorphologischen Erkrankungen behandeln und ebenso psychotherapeutische Grundsätze des Umgangs mit Schmerzpatienten lernen.Falls destruktive pathomorphologische Prozesse wie eine aktivierte Arthritis, radikuläre Irritationen aufgrund der Engpässe im Wirbelsäulenbereich (Spondylophyten am Rand des foramen vertebrale, Verlagerungen des Bandscheibengewebes, Zysten der Facettengelenke u. ä.) oder Neuritiden oder traumatische akute Prozesse bestehen, dann werden diese Tatsachen primär mit Medikamenten, physikalischen Therapiemaßnahmen bis zu einer operativen Therapie behandelt. Die Therapie der Muskeldysbalance kann oft die „Herde“ der strukturellen Nozizeption so weit entlasten, dass z. B. ein Bandscheibenvorfall völlig stumm und ohne Nozizeption bleibt. Deshalb wird diese Therapie der Muskeldysbalancen oft ebenso eingesetzt, nur mit anderen Prioritäten.