Im Rahmen des Förderprogramms Neues Europäisches Bauhaus (NEB) (Schwerpunkt Industriekultur) wird das Verbundprojekt „Kulturfabrik Gemeinschaftsamt – Gemeinsam Zukunft FAIRmachen“ von Peißnitzhaus e.V., Passage 13 und losmachen e.V. umgesetzt. Geplant ist es, den Gebäudekomplex der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung am Gimritzer Damm in Halle (Saale), am Rand der Neustadt zu reaktivieren und als gemeinschaftlich getragenen Begegnungs- und Gestaltungsort für Menschen aus Halle (Saale) und der Region zu entwickeln. Im Zentrum steht die aktive Beteiligung von Einwohner:innen, Kunst- und Kulturschaffenden sowie der lokalen Start-up-Szene an Planung, Gestaltung und Nutzung der Räume. Das Projekt verfolgt einen konsequent nachhaltigen sowie partizipativen Ansatz und möchte ein Modell etablieren, welches zivilgesellschaftliche Mitgestaltung und nachbarschaftliches Engagement systematisch fördert. Dazu werden vielfältige Beteiligungsformate entwickelt und umgesetzt, die disziplin- und generationsübergreifend Menschen unterschiedlicher soziokultureller Hintergründe einbeziehen und befähigen, ihren Stadt- und Lebensraum aktiv mitzugestalten. Zentrale Ziele des Projekts sind die Steigerung der öffentlichen Bekanntheit, die Gewinnung weiterer Genossenschaftsmitglieder sowie die Einwerbung von Eigenmitteln für den Erwerb des Gebäudes. Darüber hinaus werden Ideen, Bedarfe und Wünsche potenzieller Nutzer:innen und der Nachbarschaft gesammelt und in eine Machbarkeitsstudie zu möglichen Nutzungs- und Organisationsstrukturen überführt. Dem losmachen e.V. stehen über die Förderung Mittel für insgesamt 4 Stellen zur Verfügung.
Du behältst den Gesamtüberblick über die Maßnahmen, Meilensteine und Kosten des Projekts. Du bist verantwortlich für das Controlling, die Kommunikation mit allen Projektbeteiligten und repräsentierst das Projekt nach außen. Dafür steht dir ein Projektteam zur Seite, das sich unter anderem um die Beteiligungsformate, Außendarstellung und Abrechnung kümmert.
Zu den zentralen Aufgaben gehören insbesondere:
- Fachliche und organisatorische Gesamtkoordination der Projektmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Verbundpartner:innen
- Sprechstunden-Besetzung des “Blechschloss” als Informations- und Anlaufstelle vor Ort
- Planung, Organisation und fachliche Leitung von Veranstaltungen vor Ort
- Aufbau und Etablierung von Arbeitsgruppen (nach soziokratischen Prinzipien) aus dem unmittelbaren Quartier, inkl. Leitbildentwicklung der verschiedenen AGs, zur Aktivierung zukünftiger Nutzer:innen und Ableitung von Nutzungsmöglichkeiten
- Koordination und Begleitung von Projektaktivitäten einschließlich Abstimmung zwischen Partner:innen, Stakeholder:innen und internen Teams
- Gespräche mit Stadtpolitik und Stadtverwaltung sowie mit Hochschulen, u.a. für studentische Semesterprojekte
- Recherche, Aufbereitung sowie Suche nach Anknüpfungspunkten zum Thema “Erbe und Zukunft der lokalen Industriekultur"
Wen wir suchen:
- Tätigkeitsbezogene Berufserfahrung oder abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor/Master) in einem relevanten Bereich, z.B. Politik- und Bildungswissenschaften, Soziale Arbeit, Kulturwissenschaften, Stadt- und Regionalentwicklung, Sozialwissenschaften, Volkswirtschaft
- Kenntnisse im Bereich nachhaltiger (Stadt-)Entwicklung
- Erfahrung in Projektkoordination und Veranstaltungsplanung, idealerweise im partizipativen oder zivilgesellschaftlichen Kontext
- Erfahrung in der Arbeit mit größeren Projektteams, in Budgetverwaltung sowie Controlling Fähigkeit zu strategischem, konzeptionellem, proaktivem und selbstständigem Arbeiten Ausgeprägte Kommunikations-, Organisations- und Teamfähigkeit
- Erfahrung mit Evaluation und Berichtswesen
- Sicherer Umgang mit gängigen Office-Anwendungen, insb. MS Word, Excel, PowerPoint (oder vergleichbar) und Projektmanagement-Tools
- Sensibilität für diverse Lebensrealitäten, soziale Ungleichheiten und diskriminierungssensible Beteiligung
- Bewusstsein für umwelt- und ressourcenschonendes Projekt- und Verwaltungsmanagement
- Bereitschaft zu Abend- und Wochenendarbeit
Wünschenswert: Kenntnisse zu Gemeinwohlorientierung oder Transformationsprozessen; Erfahrung im Stakeholder- und Netzwerkmanagement, insbesondere im zivilgesellschaftlichen oder quartiersbezogenen Kontext; Erfahrung mit soziokratischen Prozessen
Wer wir sind:
Der losmachen e.V. engagiert sich für eine nachhaltige, gerechte und lebendige Stadtgesellschaft in Halle (Saale). Als offene Plattform für kreative, partizipative und sozial-ökologische Transformationsprozesse verbinden wir Kunst, Kultur, Bildung und gesellschaftlichen Dialog. Wir setzen uns für Klima- und Ressourcenschutz, gemeinwohlorientierte Lebens- und Wirtschaftsweisen, Gleichberechtigung und Diskriminierungsfreiheit sowie Demokratie- und Jugendförderung ein. Unsere Arbeit ist geprägt von Kooperation, Vielfalt und dem Anspruch, nachhaltige Veränderung praktisch erlebbar zu machen – gemeinsam, interdisziplinär und zukunftsorientiert. Im Rahmen des NEB-Verbundprojektes sind wir vorrangig zuständig für die Entwicklung und Umsetzung von Beteiligungsformaten vor Ort sowie im weiteren Stadtgebiet.
Was wir bieten:
- Sinnstiftende Tätigkeit mit persönlichem Gestaltungsspielraum
- Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen
- Innerstädtischer Arbeitsplatz (in der losmachen-Geschäftsstelle im Paulusviertel)
- Spannendes, gesellschaftlich relevantes Projekt mit Zukunft
- Ein engagierter Verein und kollegiales Team
- Fortbildungen und Netzwerkanbindung
- Kurze Entscheidungswege, flache Hierarchien
Interesse geweckt?!
Dann schicke uns deine Bewerbung (ohne Foto) als kompaktes PDF – inkl. Lebenslauf, Motivationsschreiben, relevante Zeugnisse und Kompetenznachweise – bis spätestens 22.06.2026 an [email protected].
Bei Rückfragen steht der Vorstand euch unter +49 (0) 17683108943 telefonisch zur Verfügung.
Hinweise: Vorstellungsgespräche finden im Zeitraum vom 25. - 30.06.2026 in Halle (Saale) statt.
Vorgesehener Arbeitsbeginn ist der 01.07.2026 oder frühestmöglicher Zeitpunkt.
Leistungen:
- Flexible Arbeitszeiten
- Homeoffice-Möglichkeit
Arbeitsort: Zum Teil im Homeoffice in 06114 Halle (Saale)