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Das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, ist ein weltweit tätiges archäologisches Forschungsinstitut und Museum mit Hauptsitz in Mainz und weiteren Standorten in Neuwied, Mayen und Schleswig. Seit seiner Gründung im Jahr 1852 widmet sich das Museum den materiellen Hinterlassenschaften aus drei Millionen Jahren Menschheitsgeschichte mit dem Ziel, menschliches Verhalten und Handeln sowie die Entwicklung und den Wandel von Gesellschaften zu verstehen.
Für den Standort Schleswig suchen wir schnellstmöglich
in Vollzeit, befristet für 15 Monate.
Während des späten Pleistozäns und frühen Holozäns war Nordeuropa von mobilen Jägern und Sammlern bevölkert. Aufgrund ihres nicht sesshaften Lebensstils sind Spuren dieser Gesellschaften schwer zu finden, was unser Verständnis ihrer Lebensweise und Entwicklung erschwert. Einige Teile der südwestlichen Ostsee wurden jedoch erst im Holozän überflutet und könnten daher anthropogene Strukturen und Landschaften aus dieser paläolithischen/frühen mesolithischen Zeit enthalten. Kürzlich wurde in der südwestlichen Ostsee eine versunkene Steinmauer entdeckt, die wahrscheinlich aus der Steinzeit stammt und für die Jagd genutzt wurde. Ähnliche Jagdstrukturen, welche offenbar der Massenjagd auf Huftierherden dienten, wurden auch an anderen Orten der Welt gefunden.
Ein dreijähriges Projekt (SEASCAPE), gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft, zielt darauf ab, diese Struktur detaillierter zu verstehen, andere bisher unbekannte steinzeitliche Megastrukturen am Ostseeboden zu identifizieren und die Paläoumweltbedingungen zu rekonstruieren, unter denen diese Strukturen errichtet wurden. Am Projekt SEASCAPE sind auf den Gebieten der Archäologie, Geologie, Geophysik und Paläoklimatologie wissenschaftlich tätige Personen des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), des Leibniz-Zentrums für Archäologie, Standort Schleswig (LEIZA), der Universität Rostock und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beteiligt.
Im Rahmen des SEASCAPE-Projekts ist der LEIZA-Kompetenzbereich 1 „Pleistozäne und Frühholozäne Archäologie“ am Standort Schleswig im Arbeitspaket 1 für die Suche nach gemeinsamen globalen Merkmalen solcher Strukturen verantwortlich, die für deren Funktion entscheidend sind. Darüber hinaus sind deren Auswirkungen auf das Siedlungsverhalten und die sozioökonomischen Strukturen der Jäger- und Sammlergemeinschaften zu untersuchen.
die Erstellung einer GIS-Datenbank zu sub-rezenten Megastrukturen in arktischen Regionen, die für die Jagd und die Rentier- oder Karibu-Haltung errichtet wurden, sowie zu ähnlichen prähistorischen Megastrukturen weltweit
die eingehende Analyse der für die Funktion dieser Strukturen wesentlichen Merkmale sowie Ermittlung funktionaler Unterschiede und chronologischer Entwicklungen
die Untersuchung morphologisch ähnlicher subrezenter Strukturen (z. B. Tierfallen, Fischwehre) und die Identifizierung diagnostischer Unterschiede und ihrer Einbettung in die natürliche Umgebung
die Analyse der Bedeutung dieser Strukturen für die Besiedlung und das sozioökonomische Verhalten der beteiligten Gemeinschaften
Abgeschlossenes Hochschulstudium der Prähistorischen Archäologie mit einer Promotion vorzugsweise im Bereich steinzeitlicher Jäger- und Sammlerarchäologie
Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Freude an der Arbeit in interdisziplinären Teams
Fundierte GIS-Kenntnisse, um eine merkmalsbasierte Datenerhebung zu prähistorischen und jüngeren Megastrukturen mit anschließender GIS-gestützter vergleichender Datenanalyse durchzuführen
Wünschenswert sind Erfahrungen mit Schiffsexpeditionen, die Bereitschaft zur Teilnahme an Forschungsausfahrten im Rahmen des Projekts
Idealerweise eine Forschungstauchausbildung für eine Beteiligung an den Taucheinsätzen zur Untersuchung der Megastrukturen im Rahmen des Projektes.
Kenntnisse über die Stratigraphie der Ostsee sind ebenfalls von Vorteil
Eine Vergütung bis zur Entgeltgruppe 13 TV-L bei Vorliegen der persönlichen und tariflichen Voraussetzungen
Sozialleistungen entsprechend den Regelungen des öffentlichen Dienstes einschließlich einer zusätzlichen betrieblichen Altersversorgung (VBL) sowie einer Jahressonderzahlung nach den Vorgaben des TV-L, Bezuschussung zum Deutschlandticket iHv 50 %
Flexible Arbeitszeiten mit bis zu fünf ganzen oder zehn halben Gleittagen im Monat und großzügigen Regelungen zum mobilen Arbeiten
einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe der Ostsee
Eine sehr gute Infrastruktur mit moderner Labor- und Büroausstattung und die traditionell enge Zusammenarbeit vor Ort mit den Kolleg*innen des Museums für Archäologie Schleswig und des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein
Ein Arbeitsumfeld in dem die Chancengleichheit und Gleichstellung aller Beschäftigten aktiv gefördert wird. Familienfreundlichkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind uns ein wichtiges Anliegen. Wir sind zertifiziert nach „audit berufundfamilie“
Neben beruflicher Sicherheit und Familienfreundlichkeit bieten wir Ihnen ein attraktives, vielfältiges Arbeitsumfeld, zuverlässige Strukturen sowie eine abwechslungsreiche Tätigkeit.
Das LEIZA möchte die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln und begrüßt Bewerbungen von allen qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern unabhängig von Alter, Behinderung, Geschlecht, Nationalität, Religion oder sexueller Orientierung.
Schwerbehinderte Bewerber*innen (bitte Nachweise beifügen!) und Frauen werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Wir freuen uns auf Ihre vollständige Bewerbung:
Bewerbungsschreiben (max.1 Seite)
Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
CV
Zusammenfassung Ihrer Dissertation (1 Seite)
Promotionszeugnis
Evtl. Zusatzausbildungen
Referenzen
in einer PDF-Datei - per E-Mail bis zum 30.06.2026. Bitte senden Sie diese an: [email protected].
Kosten, die im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung entstehen, können nicht erstattet werden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Harald Lübke ([email protected]).
The Leibniz Centre for Archaeology (LEIZA), a member of the Leibniz Association, is an archaeological research institute and museum operating worldwide, with its headquarters in Mainz and further locations in Neuwied, Mayen and Schleswig. Since its foundation in 1852, the museum has been dedicated to the material legacy of three million years of human history, with the aim of understanding human behaviour and actions, as well as the development and transformation of societies.
For our Schleswig location, we are looking for a
on a full-time basis, on a fixed-term contract for 15 months
starting as soon as possible.
During the late Pleistocene and early Holocene, Northern Europe was inhabited by mobile hunter-gatherers. Due to their nomadic lifestyle, traces of these societies are hard to find, which makes it difficult to understand their way of life and development. However, some parts of the south-western Baltic Sea were only flooded during the Holocene and may therefore contain anthropogenic structures and landscapes from this Palaeolithic/early Mesolithic period. A sunken stone wall, likely dating from the Stone Age and used for hunting, was recently discovered in the south-western Baltic Sea. Similar hunting structures, which appear to have been used for the mass hunting of ungulate herds, have also been found in other parts of the world.
A three-year project (SEASCAPE), funded by the Leibniz Association, aims to gain a more detailed understanding of this structure, to identify other previously unknown Stone Age megastructures on the Baltic Sea seabed, and to reconstruct the palaeoenvironmental conditions under which these structures were built. The SEASCAPE project involves researchers from the fields of archaeology, geology, geophysics and palaeo-climatology at the Leibniz Institute for Baltic Sea Research Warnemünde (IOW), the Leibniz-Centre for Archaeology, Schleswig location (LEIZA), the University of Rostock and Christian-Albrechts-University Kiel.
As part of the SEASCAPE project, LEIZA Competence Area 1, ‘Pleistocene and Early Holocene Archaeology’, at the Schleswig location is responsible, within Work Package 1, for identifying common global characteristics of such structures that are crucial to their function. In addition, their impact on settlement patterns and the socio-economic structures of hunter-gatherer communities is to be investigated.
Creation of a GIS database on sub-recent megastructures in Arctic regions, constructed for the hunting or herding of reindeer or caribou, as well as on comparable prehistoric megastructures worldwide
In-depth analysis of the key features essential to the function of such structures, as well as the identification of functional differences and chronological developments
Investigation of morphologically similar sub-recent hunting or fishing structures, identification of diagnostic differences, and their integration into the natural environment
Analysis of the significance of these structures for settlement patterns and for the socio-economic structures of the human communities involved
Co-operation with the doctoral research projects currently underway within the project
Where appropriate, active participation in the project’s research expeditions in the western Baltic Sea
A degree in Prehistoric Archaeology, preferably with a PhD in Stone Age hunter-gatherer archaeology
Very good written and spoken English
Enjoy working in interdisciplinary teams
Sound GIS skills to carry out feature-based data collection on prehistoric and more recent megastructures, followed by GIS-supported comparative data analysis
Experience in ethno-archaeological research
Experience of ship-based expeditions and a willingness to participate in research trips as part of the project are desirable
Ideally, research diving training to enable participation in diving missions to investigate the megastructures as part of the project
Knowledge of the geo-stratigraphy of the Baltic Sea is also an advantage
Remuneration up to pay grade 13 under the TV-L collective agreement, subject to meeting the relevant personal and contractual requirements
Social benefits in accordance with public sector regulations, including an additional company pension scheme (VBL) and an annual bonus in line with the TV-L, plus a 50% subsidy towards the “Deutschlandticket”
Flexible working hours with up to five full or ten half flex days per month and generous arrangements for remote working
A varied workplace in the immediate vicinity of the Baltic Sea
Excellent facilities with modern laboratory and office equipment, and the traditionally close on-site collaboration with colleagues from the Schleswig Museum of Archaeology and the Schleswig-Holstein State Office for Archaeology
A working environment in which equal opportunities and equality for all employees are actively promoted. Family-friendliness and work-life balance are important to us. We are certified under the “audit berufundfamilie” scheme.
In addition to job security and a family-friendly working environment, we offer an attractive and diverse workplace, reliable structures and a varied role.
LEIZA aims to reflect the diversity of society and welcomes applications from all qualified candidates, regardless of age, disability, gender, nationality, religion or sexual orientation.
Applicants with severe disabilities (please enclose supporting documentation!) and women will be given preferential consideration where qualifications and suitability are equal.
We look forward to receiving your full application:
Cover letter (max. 1 page)
Statement of purpose (max. 1 page)
CV
Summary of your doctoral thesis (1 page)
Doctoral degree certificate
Any additional qualifications
References
in a PDF file – by email by 30.06.2026. Please send this to: [email protected].
Any costs incurred in connection with your application cannot be reimbursed.
If you have any questions, please contact Dr. Harald Lübke ([email protected]).