22.07.2026
Die Leuphana Universität Lüneburg steht als humanistische, nachhaltige und handlungsorientierte Universität für Innovation in Bildung und Wissenschaft. Methodische Vielfalt, interdisziplinäre Zusammenarbeit, transdisziplinäre Kooperationen mit der Praxis und eine insgesamt dynamische Entwicklung prägen ihr Forschungsprofil in den Kernthemen Bildung, Kultur, Management/Technologie, Nachhaltigkeit und Staat. Ihr internationales Studienmodell mit dem Leuphana College, der Leuphana Graduate School und der Leuphana Professional School ist deutschlandweit einmalig und vielfach ausgezeichnet.
Für ein BMFTR-finanziertes Forschungsprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Valentin Schatz, Juniorprofessor für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht, insbesondere Umwelt- und Seerecht, sucht die Universität zum nächstmöglichen Termin eine verantwortungsvolle, motivierte und engagierte Persönlichkeit als
Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in
Kennwort: IMAPP
(Entgeltgruppe 13 TV-L, 100%, befristet bis zum 31.08.2027)
Ihre Aufgaben:
Unter der Leitung von Prof. Dr. Valentin Schatz sind Sie im Rahmen des interdisziplinären Verbundprojekts „Integrative Mapping and Prioritization of Atlantic Protected Areas“ (IMAPP) für das Teilprojekt „Legal and Institutional Analysis of the Legal Framework for Marine Protected Areas“ verantwortlich. IMAPP, von dessen Projektlaufzeit zum Zeitpunkt der Einstellung bereits zwei Jahre abgelaufen sein werden, zielt darauf ab, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zu entwickeln, die die Entscheidungsfindung bei der Ausweisung von EBSAs und Meeresschutzgebieten in Gebieten außerhalb der nationalen Hoheitsgewalt im Atlantik auf der Grundlage einer räumlichen Priorisierung des Naturschutzes unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und rechtlicher Kriterien unterstützen. Das Projektkonsortium wird koordiniert von Prof. Dr. Flemming Dahlke, Institut für Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften (IMF), Universität Hamburg. Die weiteren Partner sind: Universität Bremen; Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI); Universität Leipzig, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv); Universität Kiel (CAU), Center for Ocean and Society (CEOS).
Konkrete Aufgaben sind:
- Forschung zum rechtlichen und institutionellen Rahmen der Ocean Governance im Hinblick auf die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsgewalt (d.h. in der Hohen See und auf dem Tiefseeboden jenseits staatlicher Hoheitsgewalt) im Atlantischen Ozean. Im Rahmen des Projekts werden sowohl die bestehenden Instrumente und Institutionen (wie die regionalen Fischereiorganisationen, die IMO und die ISA) als auch das neue Agreement under the United Nations Convention on the Law of the Sea on the Conservation and Sustainable Use of Marine Biological Diversity of Areas Beyond National Jurisdiction (BBNJ Agreement) untersucht.
- Abfassung von Projektberichten, Empfehlungen und Forschungsergebnissen (z.B. Artikel in Fachzeitschriften mit Peer-Review).
- Präsentation der Forschungsergebnisse und Empfehlungen vor einem (inter-) disziplinären Publikum bei Projekttreffen, Stakeholder-Workshops und (inter-) nationalen Konferenzen.
- Projektmanagement und organisatorische Aufgaben (z.B. Organisation eines oder mehrerer Projektworkshops an der Leuphana Universität Lüneburg).
- Eigene wissenschaftlichen (Weiter-) Qualifikation.
- Die Stelle ist nicht mit einer Lehrverpflichtung verbunden, es besteht jedoch ggf. die Möglichkeit der Lehrtätigkeit über gesonderte Lehraufträge für Bewerber*innen, die ihr akademisches Lehrportfolio weiterentwickeln wollen.
Ihr Profil:
- Abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften (1. Staatsexamen, LL.M. oder vergleichbar).
- Abgeschlossene Promotion im Völkerrecht (Dr. iur. oder vergleichbar) wünschenswert.
- Nachgewiesene Fähigkeit der eigenständigen wissenschaftlichen Forschung im Völkerrecht.
- Ein nachgewiesener Fokus auf dem Seevölkerrecht ist wünschenswert, aber es werden auch in anderen Bereichen des Völkerrechts (bspw. Umweltvölkerrecht oder Recht der internationalen Organisationen) ausgewiesene Bewerber*innen zur Bewerbung aufgefordert.
- Fähigkeit und Bereitschaft, ein Forschungsprojekt in einem interdisziplinären Konsortium durchzuführen.
- Fähigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Behörden (insb. deutschen Ministerien) und anderen Stakeholdern.
- Gute Fähigkeiten im Projektmanagement.
- Sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksweise in Englisch.
- Mündliche und schriftliche Fähigkeiten in der deutschen Sprache sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung.
Unser Angebot:
- ein inspirierendes Arbeitsumfeld als Teil der universitären Gemeinschaft aus Forschenden, Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden in Technik und Verwaltung,
- einen Arbeitsplatz an einem der schönsten Universitätsstandorte Deutschlands in einer echten Campus Universität mit einem international beachteten Zentralgebäude von Daniel Libeskind und dem direkt angrenzenden Naturschutzgebiet Wilschenbruch,
- eine hohe Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes als Teil des öffentlichen Dienstes,
- eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL),
- flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten innerhalb eines Gleitzeitrahmens von 6 bis 21 Uhr,
- flexible und familienfreundliche Wechselmöglichkeiten zwischen Präsenzarbeit und mobiler Arbeit,
- ein umfangreiches internes und externes Weiterbildungsangebot,
- ein von der Universität gefördertes vielfältiges Sportangebot, das zur Gesundheitsförderung von Beschäftigten eine Stunde pro Woche während der Arbeitszeit wahrgenommen werden kann,
- ein von der Universität gefördertes gastronomisches Mittagsangebot in der Mensa,
- ein von der Universität gefördertes Deutschlandticket als Job-Ticket.
Die Stelle ist grundsätzlich teilzeitgeeignet, angestrebt ist aber eine Besetzung zu insgesamt 100 Prozent.
Ihre Bewerbung:
Für inhaltliche Rückfragen zur Stelle kontaktieren Sie gerne Prof. Dr. Valentin Schatz ([email protected]).
Die Leuphana Universität Lüneburg fördert die berufliche Gleichstellung der Geschlechter und die Heterogenität unter ihren Mitgliedern. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit folgenden Unterlagen:
- Anschreiben
- Lebenslauf (bitte ohne Foto) und Publikationsverzeichnis
- Nachweise über Ihre akademischen Abschlüsse einschließlich der Promotion
- Mindestens ein Beispiel für einen von Ihnen verfassten wissenschaftlichen Text (z.B. einen Aufsatz oder ein Kapitel Ihrer Dissertation – vorzugsweise in englischer Sprache, falls verfügbar)
Übermitteln Sie bitte bis zum 04.08.2026 alle erforderlichen Unterlagen (bitte ohne Foto) über unser Bewerbungsportal. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!