Die Carl von Ossietzky Universität erhält vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung aus der Förderlinie „Potenziale strategisch entfalten“ für ihre Profilschärfung und zur Stärkung ihrer nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit 22,5 Mio. Euro durch das Projekt „A Programme for Excellence. Developing Strengths and Building Potentials by Interdisciplinary and International Networking“. Dies soll u.a. mit der konsequenten Vernetzung über Landes- und Staatsgrenzen hinweg, der Förderung von Studierenden und Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen und der Stärkung der interdisziplinären Forschungsschwerpunkte in gesellschaftlich relevanten und innovativen Bereichen erfolgen.
Die Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften umfasst die Bereiche Humanmedizin, Medizinische Physik und Akustik, Neurowissenschaften, Psychologie sowie die Versorgungsforschung. Zusammen mit den vier regionalen Krankenhäusern bildet die Fakultät VI die Universitätsmedizin Oldenburg. Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin der Universität Groningen. Das Department für Versorgungsforschung steht für eine interdisziplinäre und partizipative Perspektive auf Gesundheitsversorgung. Ziel unserer Arbeit ist die Förderung individueller Gesundheit und Selbständigkeit sowie die bestmögliche Ausgestaltung gesundheitlicher Versorgung.
Über die Forschungsgruppe REGAIN
Die Einstellung erfolgt im Rahmen der Forschungsgruppe REGAIN – Real-time explainable AI for early detection and adaptive neuromodulation in depression care. REGAIN entwickelt ein innovatives, KI-gestütztes System zur frühzeitigen Erkennung psychischer Instabilität und zur personalisierten Unterstützung von Menschen mit Depressionen während des Übergangs von stationärer Behandlung in den Alltag. Das Projekt kombiniert kontinuierliches mobiles Monitoring, erklärbare KI und adaptive mobile Neurofeedback-Verfahren.
Diese Promotionsstelle fokussiert sich auf die Entwicklung, Evaluation und Translation adaptiver mobiler Neurofeedback-Verfahren für Menschen mit Depressionen. Ziel ist die wissenschaftliche Untersuchung, wie mobile EEG-/fNIRS-Neurofeedback-Systeme die Emotionsregulation unterstützen und den Übergang von stationärer Behandlung in den Alltag nachhaltig verbessern können. Im Mittelpunkt stehen insbesondere:
- Entwicklung und Evaluation adaptiver EEG-/fNIRS-Neurofeedback-Protokolle zur Emotionsregulation,
- Planung und Durchführung wissenschaftlicher Studien im stationären, ambulanten und häuslichen Umfeld,
- partizipative Entwicklung digitaler Interventionen gemeinsam mit Patient*innen und klinischen Anwender*innen,
- Untersuchung von Akzeptanz, Usability und klinischer Wirksamkeit mobiler Neurofeedback-Systeme,
- Translation innovativer Neurotechnologien in die psychiatrische Versorgung.
Die Forschungsgruppe arbeitet an der Schnittstelle von Psychiatrie, Neurowissenschaften, Digital Health, KI und Biomedizintechnik. Klinischer Hauptpartner ist die Karl-Jaspers-Klinik. Weitere Kooperationen bestehen unter anderem mit der Universitätsmedizin Oldenburg (UMO), OFFIS, DFKI sowie internationalen Forschungspartnern.