Meine Ausbildung habe ich in einer Monoanlage gemacht, dort also immer mit dem gleichen Produkt gearbeitet. Dann kam ich hierher zu Excella und fand die Anlage auf den ersten Blick eher klein. Mir wurde aber schnell klar: Die Synthesen, die wir hier machen, sind viel komplexer – nämlich zwölfstufig und wir arbeiten ständig mit neuen Produkten. Das Ganze ist also fachlich auf hohem Niveau. Zum Beispiel fahren wir hier auch Grignard-Reaktionen. Die sind wirklich spannend.
Erst mal war das schon eine Herausforderung, wir arbeiten wöchentlich mit neuen Wirkstoffen. Ich bin immer an den Reaktoren und dabei muss man sehr wach sein. Wir haben vier davon und fahren immer mehrere Ansätze gleichzeitig. Die einen sind dann erst beim Abwiegen, die nächsten beim Zentrifugieren und wieder andere beim Destillieren … Es läuft alles wie Zahnräder ineinander. Am Anfang habe ich mir viel aufgeschrieben. Kleinigkeiten wie: Stell das Dampfventil auf Hand, nicht auf Automatik, sonst schäumt das Gemisch. Oder: Langsam heizen! Und sehr viel habe ich auch von den älteren Mitarbeitern gelernt. Man muss ja nicht jeden Fehler selbst machen.
Was mich am Anfang auch sehr überrascht hat: Wenn viel zu tun ist, sprechen wir im Team fast nichts. Inzwischen weiß ich, dass dann einfach alle sehr konzentriert bei der Sache sind. Die Schritte werden vorbereitet, eins greift ins andere. Da funktioniert unser Team wirklich super.