Der Lehrstuhl für Massivbau forscht seit über 50 Jahren an Konstruktionen aus Beton. Die Forschungsthemen und -methoden sind theoretischer wie experimenteller Natur und entstammen der Grundlagen- und Anwendungsforschung mit dem Fokus auf Brücken, Tunnel und Hochbauten. Schwerpunkte bilden das leichte Bauen mit Beton, optimierungsgestützte Entwurfs- und Bemessungskonzepte, modulare Fertigungen, nachhaltiges Bauen, Erhalten und Wiederverwenden, Verankerungstechniken, Temperaturinduktionen sowie der Stahlfaserbeton.
Die Aufgabe umfasst im Wesentlichen die wissenschaftliche Entwicklung eines Verfahrens zur nachträglichen Verbindung und Verstärkung bestehender Bauteile, seine Umsetzung als baupraktische Verstärkungslösung sowie Lehre im Masterstudiengang. In der Forschung soll im Sinne eines zirkulären Bauens eine lösbare Verbindung zwischen wiederverwendeten oder vorgefertigten Bauteilen theoretisch entwickelt werden. Ziel ist es, eine biegefeste Verbindung zu schaffen, die am Ende der Nutzungsdauer ohne Beschädigung des Betons gelöst werden kann. Methodisch kann ein hybrides Versuchskonzept zum Einsatz kommen, bei dem experimentelle Versuche kritische Bedingungen untersuchen und Finite-Elemente-Analysen die Lücken im Anwendungsbereich schließen.