Modulation der Kollagenreifung zur Kontrolle der krankheitsbedingten kardialen Fibrose
Hintergrund:
Die extrazelluläre Matrix (EZM) ist essenziell für die Aufrechterhaltung der kardialen Struktur und Funktion. Nach Ereignissen, wie dem Myokardinfarkt, führen EZM-Umbau und Fibrose zu erhöhter Gewebesteifigkeit und eingeschränkter Herzfunktion. Insbesondere die Kollagenquervernetzung spielt eine Schlüsselrolle bei der Modellierung der EZM-Eigenschaften und stellt ein potenzielles therapeutisches Ziel dar. Unsere Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung der EZM-Organisation und des EZM-Umbaus in experimentellen Krankheitsmodellen der kardialen Entzündung und Fibrose, um neue Strategien für gezielte Interventionen zu identifizieren.
Projekt:
Kardiale Fibrose ist eine häufige Folge kardialer Erkrankungen wie etwa dem Myokardinfarkt und beeinflusst maßgeblich den klinischen Verlauf. Dieses Dissertationsprojekt soll untersuchen, wie die Kollagenvernetzung die Eigenschaften der EZM reguliert und die Krankheitsprogression sowie die funktionelle Erholung beeinflusst. Dabei konzentriert es sich auf die enzymatische Kollagenmodifikation und darauf, wie deren gezielte Modulation den Gewebeumbau und seine potenzielle Reversibilität beeinflusst. Der/die Kandidat*in (m/w/d) wird In-vitro-Ansätze mit etablierten murinen Modellen kardialer Erkrankungen kombinieren, um zu untersuchen, wie die Kollagenquervernetzung die EZM-Struktur, die Gewebemechanik, zelluläre Reaktionen und die Herzfunktion beeinflusst. Das Projekt arbeitet eng mit einem zweiten Dissertationsprojekt an der Charité Berlin zusammen, das sich mit Massenspektrometrie-basierter Vernetzungsanalyse befasst. Wir bieten eine engmaschige Betreuung und strukturierte Ausbildung, Zugang zu modernsten Techniken, die Möglichkeit zur Erlernung der RNA-Sequenzierungsdatenanalyse in einem kollaborativen Umfeld sowie die Gelegenheit, Forschungsergebnisse auf internationalen Konferenzen zu präsentieren.