Die interdisziplinäre Forschungsgruppe AdaptInfra untersucht, wie sich Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen an sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen anpassen. Die Adaptionen werden vergleichend aus soziotechnischer und systemdynamischer Perspektive durch Wissenschaftler*innen aus Ökonomie, Geographie, Kriminologie, Psychologie, Theologie, Medizin und Politikwissenschaft betrachtet. Die Arbeit ist im Teilprojekt 3 angesiedelt, welches sich mit Adaptationsprozessen von Sicherheitsinfrastrukturen peripherer ländlicher Räume in Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Kriminologie (Fokus Zivilschutz) und des Lehrstuhls für Gesundheit und Prävention (Fokus Katastrophenschutz) beschäftigt.
Vor dem Hintergrund der in ländlich-peripheren Regionen besonders gravierend wirkenden gesellschaftlichen Transformationsprozesse (demografisch, ökonomisch und soziokulturell, inkl. digitaler Spaltung) befasst sich das Teilprojekt 3 mit einer Analyse der Adaptionsprozesse der Sicherheitsinfrastruktur im ländlich-peripheren Raum, dazu zählen etwa Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, die im Bereich der Gefahrenabwehr tätig sind (z. B. Polizei, Feuerwehr, THW) sowie besondere Aufbauorganisationen, kommunale Krisenstäbe und Akteure der Verwaltung. Die Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen werden dabei unter Berücksichtigung komplexer Wechselwirkungen mit den sicherheitsbezogenen Einstellungen, Erfahrungen und Bedürfnissen der ansässigen Bevölkerung betrachtet. Im Fokus Zivilschutz wird dabei als Schwerpunkt die polizeiliche Gefahrenabwehr betrachtet, im Fokus Katastrophenschutz die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr.
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