Der technische Kaufmann/frau ist eine doppeltqualifizierende Berufsausbildung und vereint den Ausbildungsberuf des Industriemechanikers mit kaufmännischen Kompetenzen.
Er übernimmt qualifizierte Fachaufgaben in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbereichen und ist an der Schnittstelle von technischen und kaufmännischen Bereichen tätig.
Durch diese Vielseitigkeit finden technische Kaufleute Beschäftigung in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche.
In der 3,5-jährigen Ausbildung zum Industriemechaniker geht es vorrangig um den Erwerb technischer Kompetenzen, die durch ein kaufmännisches Plusprogramm an der Berufsschule Eichstätt, als auch im Betrieb kaufmännisch angereichert werden.
Ziel ist es, entsprechende Denk- und Handelsweisen zu entwickeln, um technische und kaufmännische Prozesse zu verstehen und im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung umzusetzen.
Durch die Verzahnung des technischen Berufes mit dem kaufmännischen Plusprogramm der Berufsschule, erlangt der Auszubildende die nötige Qualifikation, um nach der Abschlussprüfung zum Industriemechaniker an der Weiterbildungsprüfung zum Technischen Kaufmann teilnehmen zu dürfen.
Durch die Weiterbildungsprüfung erlangt der Facharbeiter*in die Qualifikation zum „Geprüften Berufsspezialisten Technische/r Kaufmann/frau“.
Betriebliche Einsatzgebiete sind neben den klassischen Einsatzfeldern überall dort, wo technische betriebliche und kaufmännische Prozesse in hohem Maße miteinander verzahnt sind und daher betriebswirtschaftliche und technologische Kompetenzen gleichermaßen erforderlich sind.
Ein späteres berufliches Einsatzgebiet kann eine typische, aber anspruchsvolle Stelle im technischen Einkauf oder Vertrieb, in der Arbeitsvorbereitung oder in der Qualitätssicherung sein.
Die schulische Berufsausbildung findet für ganz Bayern in der Berufsschule Eichstätt im Blockunterricht statt.